Mammografie - Röntgenuntersuchung der Brust

Bei der Mammografie röntgen Fachkräfte die weibliche Brust.

Die Mammografie ist eine einfache und schnelle Röntgenuntersuchung der Brust, sie dauert nur wenige Minuten. Über die Aufnahmen, Mammogramme, lässt sich die normale, altersabhängige Beschaffenheit der Brust beurteilen und von krankhaften Veränderungen abgrenzen. Hierbei können Tumoren die nicht tastbar sind, bereits im Frühstadium von drei bis fünf Millimeter Größe erkannt werden.

Das Potential der Mammografie liegt vor allem in der Darstellung von so genannten Mikroverkalkungen. Solche kleinen Verkalkungen können das erste sichtbare Zeichen für bösartige Tumoren in der Brust sein. Bei diesen Kalkherden handelt es sich aber nicht zwangsläufig um Bösartiges, sie können aber Hinweise auf Krebsvorstufen sein.

Die Aussagekraft der Mammografie hängt von der Dichte des Drüsengewebes, dem Alter der Frau, aber auch von der Art der Durchführung der Mammografie ab. Bei Frauen unter 40 Jahre ist das Gewebe meistens sehr dicht und eine sichere Diagnosestellung kann schwierig sein.

Mit zunehmendem Alter einer Frau wird die Entdeckungsmöglichkeit von bösartigen Tumoren wegen der normalen Fettzunahme der weiblichen Brust immer besser. Heutzutage sollte immer eine digitale Mammografie durchgeführt werden, die gegenüber der Mammografie mit Filmplatten viele Vorteile hat.

Bei der technischen Durchführung der Mammographie sollte ein gutes Röntgeninstitut auf die folgenden Punkte achten:

  • Vor der Durchführung werden Sie über den Nutzen der Untersuchung, den Ablauf und die Strahlendosis informiert
  • Das gesamte Drüsengewebe, die Brustwarze sowie die Brustwand und ein Teil des Brustmuskels sollten auf dem Bild abgebildet sein.
  • Die Brust sollte möglichst flach zusammengedrückt werden (geringste mögliche Strahlendosis bei optimaler Strahlendurchlässigkeit des Gewebes).
  • Es sollten zwei Aufnahmen in verschieden Ebenen durchgeführt: einmal von oben, einmal von schräg-seitlich
  • Die Bilder sollten von zwei Ärzten unabhängig voneinander beurteilt werden (Zweitbefundung).

Ab dem 50. bis zum 69. Lebensjahr haben Frauen die Möglichkeit an einem qualitätsgesicherten Mammografie-Screening teilzunehmen. Dabei handelt es sich um ein Programm zur Reihen-Röntgenuntersuchung der Brust bei Frauen. Der Begriff „Screening" steht für die Früherkennung von Erkrankungen, in diesem Fall von Brustkrebserkrankungen.

Einige Frauen fürchten, dass die Röntgendosis bei einer Mammografie das Risiko für Brustkrebs erhöhen könnte. Allerdings ist das zusätzliche Risiko durch die Röntgenstahlen als gering zu bewerten. Der Nutzen der Untersuchung liegt weit höher. Ärzte und Assistenzpersonal sorgen bei der Untersuchung dafür, dass keine Mammografie grundlos gemacht wird und die Patientin von einem höchstmöglichen Maß an Sicherheit profitiert.

Ablauf der Untersuchung

Jede Brust wird einzeln zwischen zwei Plexiglasplatten gelegt, die dann kurz zusammengedrückt (Kompression) werden, um die Brust für die Aufnahme auszubreiten. Diese durchaus unangenehme bis schmerzhafte Prozedur ist notwendig, um die Strahlendosis auf das Gewebe zu verringern und bessere Bilder zu ermöglichen. Dauerhafte Schäden an der Brust können durch die Kompression allerdings nicht entstehen. Von jeder Brust werden zwei Aufnahmen angefertigt. Einmal verläuft der Strahlengang von oben nach unten und einmal schräg von der Mitte her zur Seite. Die Belastung des Gewebes mit Röntgenstrahlung ist bei modernen Röntgengeräten heutzutage gering.

Was Sie im Vorfeld der Untersuchung beachten sollten:

  • Bitte benutzen Sie kein Deodorant, es kann Rückstände auf der Haut hinterlassen, die dann Schatten auf den Bildern erzeugen.
  • Tragen Sie Kleidung die Sie bequem ablegen können, da Sie sich bis zur Taille für die Untersuchung freimachen müssen.
  • Entfernen Sie Schmuck (Halsketten, Piercings etc.), der die Brust überdecken könnte.

Sprechen Sie das Assistenzpersonal an, wenn Sie die Kompression als zu fest empfinden

Autor/Autoren: äin-red

Fachliche Unterstützung: PD Dr. med. Sebastian Wojcinski

Letzte Bearbeitung: 08.05.2018

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