03.08.2015
Zyklusschwankungen können Wechseljahre schon Anfang 40 ankündigen
Erste Zyklusschwankungen, die auf eine nachlassende Eierstockfunktion zurückzuführen sind, treten bei den meisten Frauen bereits zwischen 40 und 45 Jahren auf.
Ein erstes Zeichen für den Beginn der Wechseljahre ist, dass der Zyklus unregelmäßiger wird. Erste Zyklusschwankungen, die auf eine nachlassende Eierstockfunktion zurückzuführen sind, treten bei den meisten Frauen bereits zwischen 40 und 45 Jahren auf. Es kann vorkommen, dass die Menstruation kürzer ist als gewohnt und auch, dass es deutlich länger dauert, bis eine Blutung wieder einsetzt. Manchmal tritt die Periodenblutung dann besonders heftig auf und dauert auch länger an, wenn das Intervall zwischen der Menstruation groß war. Grund dafür ist, dass sich die Gebärmutterschleimhaut durch die länger anhaltende Wirkung des Östrogens dicker aufbauen konnte.
Auch andere Begleiterscheinungen wie Gereiztheit, Stimmungsschwankungen und Schlafstörungen sind Anzeichen beginnender Wechseljahre. Oftmals schreiben Frauen solche Beschwerden Stress und fehlender Entspannung zu, obwohl diese psychischen Symptome dann hormonell bedingt sind. Gynäkologen empfehlen Frauen, in dieser Phase möglichst viel körperliche Bewegung und Sport zu treiben. Viele Untersuchungen haben gezeigt, dass regelmäßige Aktivität Beschwerden lindern kann und die Lebensqualität verbessert. Zudem hilft Sport dabei, das Gewicht zu halten und eben das psychische Wohlbefinden zu steigern.
Ausgeprägte Beschwerden mit Frauenarzt besprechen
In der Regel geht dieser frühe Beginn der Wechseljahre jedoch noch nicht mit körperlichen Beeinträchtigungen oder behandlungsbedürftigen Beschwerden einher. In den allermeisten Fällen kommt es lediglich zu unterschwelligen Erscheinungen hormoneller Schwankungen. Verursachen die Symptome jedoch ernsthafte Beschwerden, sollten diese unbedingt mit dem Frauenarzt besprochen werden. Denn mögliche andere Erkrankungen müssen als Ursache ausgeschlossen werden. Der Frauenarzt kann feststellen, ob eine Frau sich tatsächlich in den Wechseljahren befindet, indem er gegebenenfalls mehrere zeitlich versetzte Hormonbestimmungen durchgeführt.
Der unfruchtbare Lebensabschnitt von Frauen, die Menopause, tritt nicht schlagartig ein, sondern in Schüben. Sie tritt in Deutschland durchschnittlich mit 50 - 51 Jahren ein und ist dann erreicht, wenn ein Jahr lang keine Periodenblutung mehr aufgetreten ist. Der Begriff „Wechseljahre“ bezeichnet die Zeit der hormonellen Umstellung vor und nach der Menopause. Während dieser Zeit können die Spiegel an Östrogen, Progesteron und anderen Hormonen stark schwanken und entsprechende Unregelmäßigkeiten hervorrufen.
(äin-red)


