24.03.2026

Zwillingsschwangerschaft: Keuchhusten- und Grippe-Impfung kann Geburtsrisiken verringern

Bei Zwillingsschwangerschaften sind unter anderem die Risiken für Frühgeburtlichkeit und geringes Geburtsgewicht erhöht. Eine australische Studie zeigt, dass die im letzten Schwangerschaftsdrittel empfohlene Keuchhusten- und saisonale Grippeimpfung diese Risiken leicht senkt – was werdende Zwillingsmütter beruhigen dürfte.

Arzt impft Hochschwangere

Die Epidemiologin Kahlee Boyle von der Queensland Universität und ihr Team untersuchten die Risiken für ungünstige Geburtsergebnisse bei geimpften und ungeimpften Zwillingsmüttern. Als unerwünschte Geburtsergebnisse wurden die Häufigkeiten von Mangelgeburten (zu klein/leicht für Gestationsalter und Geschlecht), Frühgeburten und Totgeburten ausgewertet.

Hierfür griff das Forscherteam auf die Daten aller Geburten in Queensland und Northern Territory aus, die von Anfang 2012 bis Ende 2017 erfasst wurden. Die Auswertung beschränkte sich hierbei auf alle Zwillingsgeburten, bei denen die Säuglinge frühestens ab der 20. Schwangerschaftswoche geboren wurden und mindestens 400 g Geburtsgewicht hatten.

Über 11.400 Zwillingsgeburten ausgewertet

Die Analyse brachte eine Reihe wichtiger Erkenntnisse:

Schlussfolgerung

Impfungen gegen Keuchhusten (Pertussis) bzw. Grippe (Influenza) erhöhen nicht das Risiko für Frühgeburten, Totgeburten oder Mangelgeburt bei Zwillingsschwangerschaften. Diese neuen und wichtigen Erkenntnisse können Zwillingsmütter beruhigen, die aufgrund des erhöhten Grundrisikos für diese ungünstigen Geburtsereignisse auch erhöhte Sicherheitsbedenken bei Impfungen in der Schwangerschaft haben.

Quelle: Boyle K et al. The Risk of Adverse Birth Outcomes Among Twin Pregnancies After Influenza and Pertussis Vaccinations During Pregnancy: A Data Linkage Study.BJOG: An International Journal of Obstetrics & Gynaecology (2026). DOI: 10.1111/1471-0528.70156

Autor/Autoren: äin-red