20.02.2015
Will die BARMER GEK erneut zu Lasten ihrer weiblichen Mitglieder Geld sparen?
Der Vorstandsvorsitzende der Barmer GEK erklärt, dass die Barmer GEK künftig die Krebsfrüherkennung durch eine Testung auf humane Papilloma-Viren - kurz einen HPV-Test - ersetzen will.
Am 19. Februar 2015 erklärte der Vorstandsvorsitzende der Barmer GEK, Dr. Christoph Straub, auf einer Pressekonferenz, dass die Barmer GEK künftig die jährliche Krebsfrüherkennung bei ihren weiblichen Mitgliedern durch eine Testung auf humane Papilloma-Viren - kurz einen HPV-Test - in fünfjährigem Abstand ersetzen will.
Der Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte, Dr. med. Christian Albring, fragt: "Will die Barmer GEK erneut zu Lasten ihrer weiblichen Mitglieder Geld sparen?"
Auch bei der teuren Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs versuchte die BARMER GEK zu sparen. In den Broschüren der Krankenkasse wurde die HPV-Impfung noch in Frage gestellt, als weltweit schon Millionen Dosen verimpft wurden, und in Staaten wie Australien, in denen die HPV-Impfung inzwischen flächendeckend als Schulimpfung durchgeführt wird, die Krebsvorstufen des Gebärmutterhalskrebs schon um über 70% zurückgegangen waren. Der BVF hatte 2014 dagegen Beschwerde vor dem Bundesversicherungsamt geführt.
Jetzt lehnt die BARMER GEK die - weltweit in ihrem Ergebnis unübertroffene - erfolgreiche jährliche deutsche Krebsfrüherkennungsuntersuchung der Frauen entgegen der Datenlage ab und fordert dagegen den Rückschritt auf einen Test (HPV) im Fünf-Jahres-Abstand.
"Will die BARMER GEK wegen vermeintlicher monetärer Vorteile an den Frauen ein Experiment mit ungewissem Ausgang und menschenverachtender oberer Altersgrenze von 60 Jahren durchführen, obwohl das Auftreten des Karzinoms im Alter zunimmt?" fragt Dr. med. Christian Albring.
"Was antwortet Dr. Straub von der BARMER GEK in fünf Jahren einer schwer kranken Frau, die heute schon Gebärmutterhalskrebs hat, welcher aber nicht erkannt wurde, weil der HPV-Test falsch negativ war?"
© BVF 2015


