01.08.2025
Wechseljahre: Regelmäßiger Sex könnte Vulvaproblemen vorbeugen
Bei Frauen nehmen mit dem Alter sexuelle Schmerzen zu, die Orgasmusfähigkeit ändert sich dagegen kaum. Eine japanische Studie legt nahe, dass regelmäßiger Sex in den Wechseljahren Probleme wie Vulvaschmerzen, -trockenheit und -reizungen verringern könnte.
Dr. Yoshikazu Sato vom Sanjukai Hospital in Sapporo und sein Team untersuchten den Zusammenhang zwischen sexueller Aktivität und sexuellen Problemen während und nach den Wechseljahren. Hierzu analysierten sie die Studiendaten von sexuell aktiven Frauen im Alter von 40–79 Jahren, die an der sogenannten GENJA-Studie teilgenommen hatten. Im Rahmen dieser Studie wurden bei über 4.100 japanischen Frauen ab 40 Jahren unter anderem die sexuelle Aktivität und Zufriedenheit sowie urogenitale Symptome erhoben.
Regelmäßige bis geringe sexuelle Aktivität im Vergleich
Das Forscherteam schloss insgesamt 911 sexuell aktive Frauen in seine Auswertung ein und verglich zwei Gruppen: „Regelmäßige sexuell aktive Frauen“, die zum Zeitpunkt der Befragung in den letzten drei Monate Sex hatten – und „gering sexuell aktive Frauen“, die in den letzten 12 Monaten, aber nicht in den letzten drei Monaten sexuell aktiv waren.
Abnehmendes Verlangen, zunehmende Schmerzen
Das sexuelle Verlangen, die Erregbarkeit und die Lubrikationsfähigkeit nahmen mit zunehmendem Alter deutlich ab. Sexuelle Schmerzen nahmen mit zunehmendem Alter zu. Orgasmusfähigkeit und Zufriedenheit veränderten sich mit zunehmendem Alter jedoch nicht signifikant. Hinsichtlich der vulvovaginalen Probleme fanden die Forschenden jedoch deutliche Unterschiede zwischen den Gruppen mit regelmäßiger und geringer sexueller Aktivität:
- „Regelmäßig sexuelle aktive“ Frauen litten seltener an vulvären Schmerzen, Trockenheit und Reizungen als „gering sexuelle aktive“.
Schlussfolgerungen
Diese Studie zeigt einen Zusammenhang zwischen regelmäßiger sexueller Aktivität und einer geringen Häufigkeit von vulvovaginalen Symptomen im Alltag. Das Forscherteam konnte aber nicht bewerten, ob die geringe Häufigkeit der Symptome die Ursache oder die Folge der sexuellen Aktivität waren.
Quelle: Sato Y, Ozaki Y, Tomoe H, Ninomiya N, Sekiguchi Y, Yamamoto M, Takahashi S. Cross-sectional study of the association between regular sexual activity and sexual function and genitourinary syndrome of menopause–related symptoms. Menopause 32(7):p 592-600, July 2025. DOI: 10.1097/GME.0000000000002539


