26.03.2025
Vaping schadet Mutter und Kind – ähnlich wie Rauchen
Rauchen und Passivrauchen in der Schwangerschaft schaden der Mutter und dem Ungeborenen. Eine systematische Bewertung der gesundheitlichen Folgen von Vaping bzw. „Dampfen“ fehlte bisher. Eine kanadische Übersichtsarbeit zeigt, dass Vapen in der Schwangerschaft das Risiko für Komplikationen wie Frühgeburten und Mangelgeburten deutlich erhöhen kann.
Dr. Subhabrata Moitra von der University of Alberta und sein Team analysierten im Rahmen einer Übersichtsstudie erstmals den Zusammenhang zwischen Dampfen (Vaping) während der Schwangerschaft und nachteiligen Ereignissen kurz vor, während und nach der Geburt.
Schwangere Vaperinnen im Fokus
Das Forscherteam wertete 23 Studien aus, an denen insgesamt 924.376 Mütter teilgenommen hatten. 7.552 der Teilnehmerinnen waren reine Vaperinnen, die in der Schwangerschaft konsumierten. Für diese berechnete das Team folgende Nachteile – im Vergleich zu Schwangeren, die weder Tabakwaren noch Alternativen konsumierten:
- Vapen erhöht generell das Risiko für mütterliche Komplikationen um 53 %.
- Die Wahrscheinlichkeit, dass eine vapende Mutter ihr Kind nicht stillt, ist um 47 % erhöht.
- Ebenso waren die Risiken für geringes Geburtsgewicht (+56 %), Mangelgeburt (+49 %) und Frühgeburt (+48 %) deutlich erhöht.
Schlussfolgerung
Dies ist die erste umfassende systematische Übersichtsarbeit, die das Dampfen während der Schwangerschaft als erhöhtes gesundheitliches Risiko – sowohl für die Mutter als auch für das Kind – analysiert und nachweist. Die Ergebnisse unterstreichen, dass Frauen mit Kinderwunsch und Schwangere über die Risiken des Vapens aufgeklärt werden sollten.
Quelle: Deprato A et al. Associations between vaping during pregnancy and perinatal outcomes: A systematic review and meta-analysis. Journal of Hazardous Materials (2024). DOI: 10.1016/j.jhazmat.2024.137028


