07.10.2015

"Unerwartet schwanger - Wie geht es weiter?" Aufklärung startet in Schulen

Jedes Jahr werden in Deutschland rund 8.000 Teenager schwanger, oft ungewollt und unerwartet. Hier setzt ein neues Modellprojekt an.

Jedes Jahr werden in Deutschland rund 8.000 Teenager schwanger, oft ungewollt und unerwartet. Diese Zahl ist in den letzten Jahren kontinuierlich rückläufig und im internationalen Vergleich sehr niedrig. Für die einzelne Jugendliche führt eine Schwangerschaft jedoch meist zu schweren Konflikten. Um die jungen Menschen bei der Bewältigung ihrer Probleme zu unterstützen, fördert die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in Kooperation mit der Ärztlichen Gesellschaft zur Gesundheitsförderung e.V. (ÄGGF) die Aufnahme des Themas "Unerwartete Schwangerschaft" in die ärztlichen Präventionsveranstaltungen an Schulen.

"Für mehr als zwei Drittel der 14- bis 17-jährigen Mädchen wäre eine Schwangerschaft im Teenageralter eine Katastrophe, wie Ergebnisse unserer Studien zeigen", betont Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. "Jungen und Mädchen verhüten zunehmend sorgfältig. Eine Schwangerschaft ist häufig das Ergebnis einer fehlerhaften Anwendung von Verhütungsmitteln oder auch mangelnden Wissens."

Hier setzt das neue Modellprojekt an: Aus ihrer klinisch-praktischen Erfahrung kennen die Ärztinnen der "Ärztlichen Gesellschaft zur Gesundheitsförderung e.V" schwerwiegende emotionale Reaktionen auf eine unerwartet eingetretene Schwangerschaft. Mit der Aufnahme des Themas "Unerwartete Schwangerschaft" in die schulischen Präventionsveranstaltungen soll Wissen verankert und den Mädchen Informationen und Handlungsstrategien im Falle einer Schwangerschaft mitgegeben werden. Dazu gehen die Ärztinnen in die Schulen. Sie unterstützen nahezu bundesweit die Informationskampagnen der BZgA und die Sexualaufklärung in den Schulen, indem sie das Thema "Ungeplant schwanger - wie geht es weiter?" in die Lebenswirklichkeit der Heranwachsenden einbringen.

Informationen rund um das Thema Schwangerschaft stellt die BZgA unter www.familienplanung.de zur Verfügung.

Quelle: Pressemitteilung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

Autor/Autoren: äin-red