30.09.2013

Studie: Typ-2-Diabetes nach Schwangerschaftsdiabetes vorbeugen

Die PINGUIN-Studie sucht noch weitere Teilnehmerinnen, die eine Ernährungs- und Lebensstilberatung wahrnehmen möchten und einem Typ-2-Diabetes vorbeugen möchten.

Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes haben ein erhöhtes Risiko für Typ-2-Diabetes. Studien konnten zeigen, dass mehr als die Hälfte aller Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes innerhalb von zehn Jahren nach Entbindung einen Diabetes entwickelt (Löbner et al., Diabetes 55:792, 2006). Ein noch höheres Risiko haben Frauen, die während der Schwangerschaft einen Insulin pflichtigen Diabetes aufweisen. Etwa 60 Prozent aller Frauen mit Insulin pflichtigem Schwangerschaftsdiabetes erkranken innerhalb von drei Jahren nach der Entbindung an Typ-2-Diabetes.

Für diese Frauen bietet die Forschergruppe Diabetes der Technischen Universität München unter Leitung von Univ. Prof. Dr. med. Anette-Gabriele Ziegler die kostenlose Teilnahme an der PINGUIN-Studie an. Ziel der PINGUIN-Studie ist es, Typ-2-Diabetes nach einem Insulin pflichtigen Schwangerschaftsdiabetes zu verzögern oder zu verhindern.

Dafür erhalten alle Teilnehmerinnen eine Beratung zu Ernährung und körperlicher Aktivität gemäß etablierter Therapien zur Vorbeugung von Typ-2-Diabetes. Zusätzlich erhalten sie zwei Jahre lang täglich den Wirkstoff Vildagliptin oder Placebo in Tablettenform. Vildagliptin ist bereits seit dem Jahr 2007 zur Behandlung von Typ-2-Diabetes zugelassen. Wissenschaftler gehen davon aus, dass Vildagliptin auch zur Vorbeugung von Typ-2-Diabetes potentiell geeignet ist.

Die PINGUIN-Studie sucht noch weitere Teilnehmerinnen, die von einer Ernährungs- und Lebensstilberatung profitieren und einen Typ-2-Diabetes nach einem Insulin pflichtigen Schwangerschaftsdiabetes vorbeugen möchten.

Teilnehmen können alle Frauen, die

während ihrer letzten Schwangerschaft einen Insulin behandelten Schwangerschaftsdiabetes hatten,bereits abgestillt haben und die Entbindung nicht länger als neun Monate zurückliegt undmindestens 18 Jahre alt sind.

Interessierte Frauen oder Ärzte, die die PINGUIN-Studie unterstützen möchten, wenden sich bitte an die Forschergruppe Diabetes der Technischen Universität München:

Univ. Prof. Dr. med. Anette-Gabriele Ziegler
Lehrstuhl Diabetes und Gestationsdiabetes
Kölner Platz 1, 80804 München
Tel. 089 - 3187- 47 90
E-Mail: pinguin@lrz.uni-muenchen.de

Weitere Informationen: www.pinguin-studie.de

Autor/Autoren: äin-red