10.09.2013

Studie: Kaffeekonsum erhöht nicht das Osteoporose-Risiko

Frühere Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für osteoporotische Knochenbrüche durch den Konsum von Kaffee haben sich nicht bestätigt. Eine große Langzeitstudie konnte diesen Zusammenhang widerlegen.

Inwieweit Kaffetrinkerinnen ein erhöhtes Risiko für Osteoporose haben war bislang nicht abschließend geklärt. In der Vergangenheit wurde die Annahme, dass vermehrter Kaffeekonsum das Risiko für Knochenbrüche erhöht, allerdings durch verschiedene Studien gespeist. Nun kommt eine schwedische Beobachtungsstudie zu dem Ergebnis, dass ausgeprägter Kaffeekonsum zu keinem nennenswert gestiegerten Risiko für osteoporotische Knochenbrüche führt.

Die schwedischen Wissenschaftler untersuchten die Zusammenhänge in einer großen Studie mit über 61.000 Frauen der Geburtsjahrgänge 1914 bis 1948. Zu Beginn der Studie waren die Frauen im Mittel zwischen 50 und 57 Jahre alt. Im Beobachtungszeitraum von durchschnittlich 14 Jahren erlitten über 14.000 Frauen Knochenbrüche. Es zeigte sich jedoch, dass Kaffeetrinkerinnen nicht signifikant häufiger von diesen Ereignissen betroffen waren als Frauen, die keinerlei Kaffee zu sich nahmen. Nur in geringem Ausmaß machte sich ausgeprägter täglicher Kaffeekonsum auf die Knochendichte bemerkbar, was sich jedoch nicht in einem erhöhten Osteoporose-Risiko niederschlug.
Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass man die über lange Zeit geführte Debatte um Kaffee als möglichen Risikofaktor für Osteoporose nun als beendet betrachten könne.

Bekannte Risikofaktoren für Osteoporose sind unter anderem Untergewichtigkeit (insbesondere in jungen Jahren), Rauchen, kalziumarme Ernährungsweise sowie die längerfristige Einnahme bestimmter Medikamente (z.B. Kortison) und bei Frauen der Eintritt der Wechseljahre. Fragen zum Thema Osteoporose können Sie auch an Ihren Frauenarzt/ Ihre Frauenärztin richten.

Quelle: springermedizin.de basierend auf: Hallström H et al. Long-term Coffee Consumption in Relation to Fracture Risk and Bone Mineral Density in Women.American Journal of Epidemiology 2013, online 23. Juli; doi: 10.1093/aje/kwt062

Autor/Autoren: äin-red