27.05.2019

Stillförderung lässt weltweit mehr Kinder überleben

Mehr gestillte Kinder könnten die Gesundheitssysteme weltweit um riesige Beträge entlasten - insbesondere die Schwellen- und Entwicklungsländern profitieren.

Mehr gestillte Kinder könnten die Gesundheitssysteme weltweit um riesige Beträge entlasten. Das gilt sowohl in den sogenannten Industrienationen, wie auch in Schwellen- und Entwicklungsländern. Immer häufiger wurden zuletzt ökonomische Analysen im Kontext des Stillens durchgeführt um den Einfluss des Stillens auf vermeidbare Todesfälle und Erkrankungen zu untersuchen. Auch die Kosteneffektivität für das Gesundheitssystem und damit die Bedeutung für die Gesellschaft wurden erforscht.

Bessere Kindergesundheit durch Stillen

Insbesondere in Schwellen- und Entwicklungsländern ist jeder US-Dollar, der in Stillförderung investiert wird, gut investiertes Geld, denn er bringt einen wirtschaftlichen Ertrag von 35 US-Dollar. Und noch eine Zahl lässt aufhorchen: vergleichsweise überschaubare 4,70 Dollar für jedes Neugeborene wären erforderlich, um Stillförderung so intensiv zu betreiben, dass das von der Weltgesundheitsorganisation genannte Ziel der Steigerung des ausschließlichen Stillens in den ersten 6 Monaten auf mindestens 50% aller Babies bis 2025 erreicht werden könnte. Das könnte die vorzeitigen Sterbefälle in Ländern mit einer hohen Kindersterblichkeit um circa 820 000 pro Jahr verringern. Damit hätte das Stillen als Einzelmaßnahme den größten gesundheitsförderlichen Einfluss auf die Kindersterblichkeit in Schwellen- und Entwicklungsländern.

Auch bei uns würde das Gesundheitssystem also in vielerlei Hinsicht – die Auswirkungen auf die Krankheitskosten der Frauen sind noch nicht berücksichtigt- von mehr Stillförderung profitieren. Um einen Überblick über Strukturen, Akteure und Maßnahmen zur Stillförderung in Deutschland zu bekommen wurde das Forschungsprojekt Becoming Breastfeeding Friendly aufgesetzt. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat das Netzwerk Gesund ins Leben und die Nationale Stillkommission beauftragt, dieses Vorhaben für Deutschland durchzuführen.

Quelle: Gesund ins Leben – Netzwerk Junge Familie auf idw

Autor/Autoren: äin-red

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