20.01.2026
Starke Periodenblutung und fleischarme Ernährung begünstigen Eisenmangel
Während des Wachstumsschubs in der Pubertät haben Mädchen einen erhöhten Eisenbedarf, zudem verlieren Sie Eisen durch die Menstruation. Eine schwedische Studie konnte zeigen, dass starke Menstruationsblutungen und eine fleischarme Ernährung das Risiko für Eisenmangel stark erhöhen.
Verliert der Körper über einen längeren Zeitraum mehr Eisen, als er aufnimmt, kann sich dies durch folgende Symptome bemerkbar machen: Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, abnehmende körperliche Leistungsfähigkeit und depressive Stimmungen.
Dr. Lisa Södermann vom Karolinska-Institut und ihr Team untersuchten den Zusammenhang zwischen Ernährungsgewohnheiten und Eisenmangel bei Mädchen ab 15 Jahren. Hierfür befragten sie 394 Schülerinnen mit einem standardisierten Fragebogen und nahmen Blutproben, um den Eisengehalt im Blut zu bestimmen.
Starke Menstruationsblutung allein verdreifacht bereits Eisenmangel-Risiko
Lag der Laborwert Ferritin unter 15 µg/L, lag ein Eisenmangel vor. Rund 40 % der Teilnehmerinnen litten entsprechend an Eisenmangel. Des Weiteren waren 53 % von starken Menstruationsblutungen betroffen. Im Vergleich zu Mädchen mit normalen Periodenblutungen und ausgewogener Ernährung:
- erhöhten starke Menstruationsblutungen das Eisenmangel-Risiko im Durchschnitt um den Faktor 3.
- steigerte eine fleischarme Ernährung das Eisenmangel-Risiko um den Faktor 3,5.
- erhöhte die Kombination aus starken Menstruationsblutungen und fleischarmer Ernährung das Eisenmangel-Risiko um den Faktor 13,5.
Schlussfolgerung
Das Risiko für Eisenmangel bei weiblichen Jugendlichen steigt am stärksten, wenn fleischarme Ernährung und starke Menstruationsblutungen zusammenkommen. Dies unterstreicht die Bedeutung der Beurteilung und Behandlung sowohl einer übermäßigen Ausscheidung als auch einer geringen Aufnahme von Eisen.
Quelle: Söderman L et al. Exploring the effect of menstrual loss and dietary habits on iron deficiency in teenagers: A cross-sectional study. PLOS One (2025). DOI: 10.1371/journal.pone.0336688


