16.06.2011
Spirale halbjährlich kontrollieren lassen
Manchmal kann eine Spirale ihre Lage verändern. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen sind daher wichtig - auch um eine sichere Empfängnisverhütung zu gewährleisen.
Frauen, die sich zur Empfängnisverhütung eine Spirale beziehungsweise ein Pessar einsetzen lassen, sollten den korrekten Sitz regelmäßig überprüfen lassen. „Solange die Spirale richtig sitzt und nicht verrutscht ist, handelt es sich um eine sehr sichere Verhütungsmaßnahme. Ihre Lage sollte aber sechs Wochen nach der Einlage und im weiteren Verlauf alle sechs Monate mit Hilfe von Ultraschall kontrolliert werden. Das gilt für kupferhaltige Spiralen genauso wie für solche, die Hormone frei setzen", rät Dr. Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF) in München. Manchmal kann eine Spirale ihre Lage verändern und verrutschen oder ausgestoßen werden Regelmäßige Kontrolluntersuchungen sind daher wichtig - auch um eine sichere Empfängnisverhütung zu gewährleisen.
Eingesetzt wird die Spirale in die Gebärmutter während der Menstruation vom Gynäkologen. Zu dieser Zeit ist der Muttermund leicht geöffnet, was das Einführen erleichtert. Eine Spirale ist etwa drei bis vier Zentimeter lang und besteht meist aus einem T-förmigen Plastikkörper. Bei Kupferspiralen ist der senkrechte Teil mit einem Kupferdraht umwickelt und bei der Hormonspirale sind Hormone (Gestagene) integriert. „Die Wirkungsweise der Kupferspirale wird im wesentlichen auf die spermienschädigende Wirkung" zurückgeführt, ergänzt der niedergelassene Gynäkologe aus Hannover. „Die Hormonspirale setzt Gestagene frei wodurch der Zervixschleim verdickt wird und der Aufbau der Gebärmutterschleimhaut vermindert wird."
Geeignet ist die Spirale für Frauen, die langfristig - bis zu fünf Jahre - verhüten wollen oder für diejenigen, die ihre Familienplanung abgeschlossen haben. Auch für Frauen, die keine hormonellen Verhütungsmittel vertragen, ist die Kupferspirale eine Alternative.
Als Nebenwirkungen kann es zu Schmerzen und Blutungsstörungen kommen, die meist nach einigen Zyklen vorüber sind. Über den Faden, der zum späteren Entfernen der Spirale dient, könnten Entzündungskeime aufsteigen, die im ungünstigen Fall auch Unfruchtbarkeit nach sich ziehen können. Deshalb ist die richtige Scheidenhygiene bei Spiralen-Trägerinnen von besonderer Bedeutung.
Die Pressemeldung des BVF ist mit Quellenangabe zur Veröffentlichung freigegeben.
Bitte weisen Sie bei Verwendung im Printbereich auf das Informationsportal des BVF, www.frauenaerzte-im-netz.de, hin. Bei Online-Veröffentlichung erbitten wir eine Verlinkung auf die Website.


