03.07.2017

Sofortige Hilfe ohne Anzeige für Opfer von Vergewaltigung im Raum Hessen

Menschen, die Oper einer Vergewaltigung wurden, fällt es oftmals schwer, Hilfsangebote aufzusuchen. Ein Projekt im Hessischen erleichtert Betroffenen den Zugang zu medizinischer Versorgung.

Eine Vergewaltigung ist ein medizinischer Notfall. Damit die Betroffenen nach dem Ereignis in Ruhe entscheiden können, wie sie darauf reagieren möchten und dennoch medizinisch gut versorgt sind, wurde das Projekt „Medizinische Soforthilfe nach Vergewaltigung " initiiert. Denn Frauen, die den Täter nicht oder noch nicht anzeigen möchten, müssen ansonsten die Kosten für die medizinische Untersuchung sowie für die Befund- und Beweissicherung selber tragen. Gründe, sich (zunächst) nicht für eine Anzeige zu entscheiden, sind beispielsweise Scham, Ekel oder auch Furcht vor den Konsequenzen - etwa davor, was nach der Anzeige passiert. Es gibt unterschiedliche Ursachen, warum Oper von Gewalttaten gehemmt sind, rechtlich gegen ihre Peiniger vorzugehen. Dabei ist eine ärztliche Versorgung nach einer Vergewaltigung besonders wichtig - auch wenn sie große Überwindung kostet. Die „Medizinische Soforthilfe nach Vergewaltigung" schafft betroffenen Frauen die Möglichkeit, in Ruhe eine individuelle Entscheidung treffen zu können, wie sie damit umgehen möchten.

In verschiedenen Städten und Regionen Hessens können von sexueller Gewalt betroffene Mädchen und Frauen (auch Männer und Jungen) sich daher medizinisch untersuchen und Beweise anonymisiert sichern lassen - auch ohne vorherige Erstattung einer Anzeige bei der Polizei. Einen Handlungsleitfaden, Informationen zu den teilnehmenden Kliniken aber auch Informationen und Materialien für Ärztinnen und Ärzte gibt es online unter www.soforthilfe-nach-vergewaltigung.de.

Quelle und weitere Informationen: www.soforthilfe-nach-vergewaltigung.de

Autor/Autoren: äin-red