01.12.2025

Schwangerschaftshochdruck kann Jungs größer machen

Erhöhter Blutdruck in der Schwangerschaft bedeutet eine erhöhte körperliche Belastung und ein Gesundheitsrisiko für die werdende Mutter. Eine US-Studie zeigt, dass sich Schwangerschaftshochdruck unterschiedlich auf Ungeborene auswirkt: männliche Feten werden schwerer und weibliche Feten leichter.

Ärztin misst Blutdruck bei einer Schwangeren

Entwickelt sich im Verlauf der Schwangerschaft Bluthochdruck, so kann dieser ein Zeichen für eine schwangerschaftsspezifische Erkrankung sein. Der Schwangerenhochdruck wird vom Frauenarzt behandelt und beobachtet, um die Entstehung einer Präeklampsie und folgenschwerer Verläufe zu verhindern.

Die Biostatistikerin Alexandra Sitarik von der Michigan State Universität und ihr Team untersuchten, ob es bei Schwangerschaftshochdruck geschlechtsspezifische Unterschiede bezüglich Geburtsgewicht und Plazentagewicht gibt. Für ihre Studie wertete das Forscherteam die Krankenakten von über 1.000 Mutter-Kind-Paaren aus.

Geburts- und Plazentagewicht im Fokus

Die „Primäranalyse“ umfasste 853 Einzel-Schwangerschaften mit ausreichend erhobenen Daten (Blutdruckmessungen, Geburtsgewicht erfasst).  Hier zeigte sich, dass männliche Kinder von Müttern mit Schwangerschaftshochdruck im Durchschnitt ein höheres Geburtsgewicht aufwiesen als Kinder von nicht-betroffenen Müttern. Bei den Mädchen beobachteten die Forschenden keine Abweichung beim Geburtsgewicht.

In der „Sekundäranalyse“ analysierte das Forscherteam 165 Mutter-Kind-Paare mit kompliziertem Schwangerschaftsverlauf. Hier hatten die Mädchen ein geringeres Geburtsgewicht als Mädchen von nicht-betroffenen Müttern. Dafür war das Plazentagewicht im Vergleich etwas größer. 

Schlussfolgerung

Männliche Feten wachsen etwas stärker bei mütterlichem Bluthochdruck. Bei komplizierten Schwangerschaften mit Bluthochdruck haben weibliche Feten dagegen ein unterdurchschnittliches Geburtsgewicht, während ihr Plazentagewicht erhöht erscheint.

Quelle: Sitarik AR et al. Sex‐specific associations between hypertensive disorders in pregnancy and fetal and placental weight, Pediatric Investigation (2025). DOI: 10.1002/ped4.70015

Autor/Autoren: äin-red