16.07.2026
Schwangerschaft: Schlaf wichtig für geistiges Wohlempfinden
Ausreichender und erholsamer Schlaf ist wichtig für eine gesunde Schwangerschaft. Eine US-Studie konnte nun zeigen, dass gestörter Schlaf das Risiko erhöht, während und kurz nach der Schwangerschaft Angst- und Zwangsstörungen zu entwickeln.
Etwa jede fünfte Schwangere entwickelt in den Monaten vor und nach der Geburt eine Angst- und/oder Zwangsstörung – häufig in Verbindung mit Schlafmangel. Diese äußern beispielsweise als zwiespältige Gefühle gegenüber dem Ungeborenen, Ängste, Panikattacken und (sich wiederholende) Zwangsgedanken, das Neugeborene aus Versehen oder gar absichtlich zu verletzen. Darunter leiden sowohl Mutter als auch Kind.
Dr. Rebecca Cox von der Washington University und ihr Team suchten nach Zusammenhängen zwischen Schlafdauer, Schlafmangel sowie Angst- und Zwangsstörungen während und nach der Schwangerschaft. Hierfür rekrutierten sie 231 Schwangere und befragten diese in der 20. und 34. Schwangerschaftswoche sowie 6 Wochen und 6 Monate nach der Geburt.
Weniger Schlaf, mehr Angst und Zwangsgedanken
Das Forscherteam analysierte die Selbstauskünfte der Teilnehmerinnen und kam zu folgenden Erkenntnissen:
- Mit abnehmender Schlafdauer in der Schwangerschaft stieg das Risiko eine perinatale (bedeutet: vor bis nach der Geburt) Angst- und/oder Zwangsstörung zu entwickeln.
- Je gravierender der Schlafmangel, desto häufiger entwickelten die Betroffenen eine Angst- oder Zwangsstörung.
- Frauen, die aktiv versuchten ihren Schlaf zu verbessern (Coping), entwickelten seltener eine Angststörung. Das Coping für besseren Schlaf hatte jedoch keinen deutlichen Einfluss auf das Risiko, eine Zwangsstörung zu entwickeln.
Schlussfolgerungen
Das Forscherteam schließt aus den Studienergebnissen, dass Schlafstörungen ein veränderbarer Risikofaktor für perinatale Angststörungen und begleitende Symptome sein können.
Anmerkung der Redaktion
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Quelle: Rebecca C Cox et al, Subjective sleep disruption, coping, and anxiety and related symptoms in the perinatal period: findings from a longitudinal study, SLEEP (2026). DOI: 10.1093/sleep/zsag089


