01.05.2007

Schwangerschaft: Müdigkeit und Blässe sind Anzeichen von Blutarmut

Wenn sich Frauen während einer Schwangerschaft besonders leicht erschöpfbar fühlen, sich schlecht konzentrieren können oder auch unter Schwindel leiden, kann eine Verminderte Anzahl roter Blutkörperchen dahinter stecken.

Rasche Erschöpfbarkeit unter Belastung, Konzentrationsstörungen sowie Ohrenrauschen und eine blasse Gesichtsfarbe können bei schwangeren Frauen erste Warnzeichen für eine Blutarmut, eine Schwangerschaftsanämie, sein. „Wenn die Anämie sehr ausgeprägt ist, treten als typische Beschwerden Kopfschmerzen, Schwindel sowie Atemnot und Herzklopfen bei geringer körperlicher Anstrengung auf", erklärt Dr. Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF). „Den Betroffenen mangelt es an roten Blutkörperchen. Dieses Defizit wird meist durch den erhöhten Bedarf des Kindes an Wachstums- und Baustoffen verursacht, die es für die eigene Blutbildung benötigt." Die roten Blutkörperchen gewährleisten den Transport von Sauerstoff im Blut, der von den Körperzellen wiederum für die Energiegewinnung benötigt wird. Stehen zu wenig dieser Blutbestandteile zur Verfügung, kommt es zu einer unzureichenden Energieversorgung, welche die typischen Symptome auslöst.

Die Anämie kann durch verschiedene Ursachen hervorgerufen werden, wie etwa eine ungenügende Zufuhr von Eisen oder Folsäure über die Nahrung. Auch Blutungen in der Schwangerschaft, z.B. durch Nasen- und Zahnfleischbluten oder Magengeschwüre sowie eine verminderte Eisenaufnahme im Dünndarm können eine Rolle spielen. „Die Diagnose wird mit Hilfe eines Blutbildes gestellt, wobei unter anderem die Anzahl der roten Blutkörperchen, der Gehalt an eisenhaltigem rotem Blutfarbstoff und das Verhältnis von Blutzellen zu Blutflüssigkeit Aufschluss geben", erläutert der niedergelassene Gynäkologe aus Hannover.

„Die Therapie orientiert sich dann an den jeweiligen Ursachen. Meist müssen Eisen-, Folsäure- und Vitaminpräparate von den betroffenen Patientinnen eingenommen werden, um die Blutbildung zu unterstützen", sagt der Präsident des Berufsverbandes. „Sind die Ursachen beseitigt, verschwinden die Beschwerden in der Regel schell."

Autor/Autoren: äin-red

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