02.05.2014
Schwangerschaft: Bakterieninfektion erhöht möglicherweise Autismusrisiko beim Kind
Frauen sollten sich bei Verdacht auf eine Bakterieninfektion während der Schwangerschaft zeitnah an einen Arzt wenden.
Eine im Krankenhaus diagnostizierte Bakterieninfektion während der Schwangerschaft erhöht anscheinend das Risiko für das Kind, an Autismus zu erkranken. Zu diesem Ergebnis kommt eine Kaiser-Permanente-Studie, die in der Fachzeitschrift Journal of Autism and Developmental Disorders veröffentlicht wurde. Zwar sind Infektionen während der Schwangerschaft relativ häufig und bisher auch noch nicht mit Autismus in Zusammenhang gebracht worden, aber eine im Krankenhaus diagnostizierte Bakterieninfektion weist auf eine schwerere Erkrankung hin. Laut den Wissenschaftlern um Dr. Lisa A. Croen erhöhte sich das Risiko für Autismus bei Kindern von Müttern, die aufgrund einer bakteriellen Infektion stationär behandelt wurden, um mehr als die Hälfte (58%).
Warum dies so ist, konnten die Experten nicht erklären. Sie vermuten aber, dass ähnlich, wie es bereits in Tierversuchen gezeigt werden konnte, sich die Abwehrreaktionen des Körpers negativ auf die neurologische Entwicklung des Ungeborenen auswirken können. Die Forscher raten schwangeren Frauen, sich bei einem Verdacht auf eine Infektion frühzeitig an ihren Arzt zu wenden.
Quellen: www.kinderaerzte-im-netz.de, ScienceDaily, Journal of Autism and Developmental Disorders


