29.07.2011

Richtige Reisevorbereitung - Gesundheitsschutz rechtzeitig planen

In jedem Fall gilt: Lieber spät als gar nicht. Auch bei einer Last-Minute-Reise sollte man sich um eine gute Vorsorge kümmern.

Je abgelegener das Reiseziel ist und je länger die Reise dauert, desto früher und sollte man sich mit den Planungen rund um die Gesundheitsvorsorge beschäftigen. In jedem Fall gilt: Lieber spät als gar nicht. Auch bei einer Last-Minute-Reise sollte man sich daher um eine gute Vorsorge kümmern. Einen guten länderspezifischen Überblick über gesundheitliche Gefahren, entsprechende Schutzmaßnahmen und sinnvolle Verhaltensweisen bietet die Website www.fit-for-travel.de. Nachfolgend sind zudem einige wichtige Punkte kurz aufgeführt, mit denen man sich im Vorfeld der Reise beschäftigen sollte:

Impfungen

Impfungen schützen auf Reisen gegen gefährliche Infektionen und Erkrankungen wie Hepatitis, Typhus oder Gelbfieber. Dabei macht es bei einigen Impfungen einen Unterschied, ob sie mit dem Rucksack durch ländliche Gebiete ferner Länder reisen oder ob Sie eine Pauschalreise mit Hotelaufenthalt gebucht haben. Bei Fernreisen sollte man sich rechtzeitig vor Reisebeginn vom einem Arzt beraten lassen, damit erforderliche Impfungen noch wahrgenommen werden können. Am besten ist es, wenn alle Impfungen spätestens vier Wochen vor der Abreise abgeschlossen sind. Aktuelle Impfempfehlungen und -vorschriften für die jeweiligen Länder sollten stets berücksichtigt werden. Manche Krankenversicherungen erstatten Reiseimpfungen und andere reisemedizinische Vorsorgeleistungen.

Insektenschutz und Malariaprophylaxe

Weil eine Vielzahl von Krankheiten durch saugende, beißende und stechende Insekten übertragen werden können, ist in manchen Ländern ein guter Schutz vor Insekten durch entsprechende Kleidung, Abwehrsprays und -gele sowie Moskitonetze empfohlen. Sie sollten sich auch darüber informieren, ob Sie vorbeugend Medikamente gegen Malaria einnehmen sollten oder ein sogenanntes Standby-Medikament mitführen sollten.

Reiseapotheke und Sonnenschutz zusammenstellen

Eine gut ausgestattete Reiseapotheke enthält neben Notfallmedikamenten gegen Schmerzen, Fieber und Durchfall, Verletzungen auch regelmäßig einzunehmende Medikamente (z. B. Antibaby-Pille, Bluthochdruckmittel, Insulin) in ausreichenden Mengen. Auch sollten Sie Sonnenschutzmittel sorgfältig auswählen und über einen geeigneten Sonnenschutz durch entsprechende Kleidung nachdenken (Kappe, langärmelige Kleidung etc.)

Zahnarztbesuch im Vorfeld einplanen

Gehen Sie vor dem Reisebeginn noch einmal zum Zahnarzt. In weniger entwickelten Ländern kann eine medizinische Behandlung mit einem erhöhten Risiko für eine Infektion verbunden sein. Das Fliegen mit unterhöhlten Plomben (Lufteinschluss) oder eitrigen Zähnen kann darüber hinaus wegen des Druckunterschiedes sehr schmerzhaft sein.

Auslandsreisekrankenversicherung

Der Abschluss einer Auslandsreisekrankenversicherung empfiehlt sich vor den meisten Auslandsreisen. Die gesetzliche Krankenversicherung ersetzt im Krankheitsfall entstandene Kosten nur in EU-Ländern bzw. solchen Ländern, mit denen die Bundesrepublik Deutschland ein Sozialversicherungsabkommen geschlossen hat. Eine Liste dieser Länder erhalten Sie von Ihrer Krankenkasse.

Schwangere und Personen mit Kindern

Schwangere, Reisende mit Kindern und andere „Risikopersonen" sollten sich frühzeitig vom Arzt beraten lassen, ob eine geplante Reise zu empfehlen ist. Generell sollten sie Gebiete mit einem hohen Infektionsrisiko (z.B. Malariagebiete) meiden. Außerdem dürfen Schwangere im letzten Schwangerschaftsmonat und bis zu 7 Tage nach der Geburt von den Fluggesellschaften offiziell nicht mehr befördert werden. Ab dem 8. Schwangerschaftsmonat verlangen die Fluggesellschaften in der Regel eine ärztliche Bescheinigung, dass mit einer vorzeitigen Entbindung nicht zu rechnen ist.

Einige Impfungen sind für Kleinkinder und schwangere Frauen nicht zugelassen. So sollten Schwangere nicht gegen Gelbfieber geimpft werden, obwohl es bisher keinen Beweis für eine schädigende Wirkung auf das ungeborene Kind gibt. Auch Kinder unter 6 Monaten dürfen nicht geimpft werden. Die Impfung gegen Japanische Enzephalitis ist ab einem Alter von einem Jahr möglich. Eine Impfung gegen Cholera können Kinder erst ab einem Alter von 2 Jahren erhalten.

Je nach Reiseziel ist Säuglings- oder Kindernahrung nicht erhältlich. Es kann daher im Einzelfall sinnvoll sein, die erforderlichen Vorräte mitzuführen. Auch Wegwerfwindeln oder Milchpulver gibt es nicht überall auf der Welt zu kaufen.

Autor/Autoren: äin-red