25.01.2013
Pille davor ist besser als Panik danach - Frauenärzte geben Tipps für die jecken Tage
Die gute Nachricht vorab: Alkohol - auch viel und reichlich Alkohol - beeinträchtigt die Wirkung der Pille nicht, solange sie pünktlich eingenommen wird. Erst wenn Erbrechen oder auch Durchfall dazukommen, ist die Sicherheit dahin.
Die gute Nachricht vorab: Alkohol - auch viel und reichlich Alkohol - beeinträchtigt die Wirkung der Pille nicht, solange sie pünktlich eingenommen wird. Erst wenn Erbrechen oder auch Durchfall dazukommen, ist die Sicherheit dahin. Aber in Sachen Sicherheit geht es beim Sex nicht nur darum, ungewünschte Schwangerschaften zu verhindern. Da in den sechs jecken Tagen zumindest in Teilen Deutschlands erfahrungsgemäß der Ausnahmezustand herrscht, erinnert der Berufsverband der Frauenärzte daran, dass man mit jedem neuen Sexualpartner ein erhöhtes Risiko für sexuell übertragbare Krankheiten eingeht. „Wir wollen keine Spaßbremsen sein", so Dr. Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte. „Aber ungeschützter Sex verursacht nicht nur ungewünschte Schwangerschaften, sondern auch Infektionen. Soviel Realitätssinn sollten auch Karnevalsjeckinnen und -jecken haben, beides zu verhindern."
Dabei muss nicht gleich HIV sein. Auch Syphilis und Gonorrhoe sind wieder im Vormarsch; Genitalwarzen sind ebenfalls noch längst nicht ausgestorben; Chlamydien rufen keine Symptome hervor, machen aber unfruchtbar, und auch Viren, die für Krebserkrankungen am Gebärmutterhals und im Mundbereich verantwortlich sind und vermutlich auch mitbeteiligt an der Entstehung von Peniskarzinomen, sind unerfreuliche Gäste nach ungeschütztem Sex. Trotz Pille sollte also immer das Kondom zur Hand sein, um die Infektionsgefahr einzugrenzen.
Der Berufsverband der Frauenärzte weist zusätzlich darauf hin, dass in den Karnevals-Hochburgen zwischen Weiberfastnacht und Faschingsdienstag nicht alle Frauenarztpraxen geöffnet sind. Es gilt also, rechtzeitig an Nachschub für die Verhütung zu denken.
Pressemitteilung BVF 2013


