25.10.2010

Mittelmeerdiät nach den Wechseljahren senkt offenbar Brustkrebsrisiko

Die traditionelle mediterrane Ernährung mit hohen Mengen an Olivenöl, Fisch, Gemüse, Hülsenfrüchten, Nüssen und Vollkorngetreide schützt Frauen in der Postmenopause möglicherweise ein Stück weit vor Brustkrebs.

Die traditionelle Ernährungsweise der mediterranen Ernährung mit hohen Mengen an Olivenöl, Fisch, Gemüse, Hülsenfrüchten, Nüssen und Vollkorngetreide schützt Frauen in der Postmenopause möglicherweise ein Stück weit vor Brustkrebs. Griechische Wissenschaftler haben ihre Daten der so genannten EPIC-Studie ausgewertet und kommen zu eben diesem Ergebnis. Demnach hatten Frauen, die sich nach den Wechseljahren entsprechend der Mittelmeerdiät ernährten, ein um 22 Prozent geringeres Erkrankungs-Risiko für Brustkrebs als Frauen, die sich nicht an diese Ernährungsweise hielten.

Die EPIC-Studie (European Prospective Investigation into Cancer and nutrition) untersucht den Zusammenhang zwischen Ernährung und dem Auftreten verschiedener Krankheiten - darunter auch vieler Krebserkrankungen. In der griechischen Teilauswertung wurden Daten von fast 15.000 Frauen analysiert, die über einen Zeitraum von zehn Jahren gesammelt wurden. Von ihnen erkrankten 240 Frauen an einem Mammakarzinom. Für die Gesamtheit der Studienteilnehmerinnen konnte kein Zusammenhang zwischen den Ernährungsgewohnheiten und dem Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, festgestellt werden. Dieser zeigte sich ausschließlich bei Frauen nach der Menopause und nicht bei jüngeren. Nach Aussage der Studienautoren wird damit zumindest zum Teil erklärt, warum Brustkrebs in Mittelmeerländern seltener vorkommt als anderswo.

In ihrem Abschlussbericht kamen die Autoren der Gesamt-EPIC-Studie insgesamt zu einem nüchternen Ergebnis. Die allgemeine Annahme, dass man Krebs durch eine hohe Aufnahme von Obst und Gemüse vorbeugen könne, bestätigte sich nicht.

Studie: doi:10.3945/ajcn.2010.29619

Autor/Autoren: äin-red