07.02.2008

Mit Sport und Gewichtsreduktion Schwangerschaftsdiabetes vorbeugen

Frauen, die mit einem normalen Körpergewicht in die Schwangerschaft gehen, reduzieren ihr Risiko ein Schwangerschaftsdiabetes zu entwickeln.

Körperliche Aktivität und ein Ausgleich von Gewichtsproblemen reduzieren das Risiko für Schwangerschaftsdiabetes. „Frauen, die eine Schwangerschaft planen, sollten im Vorfeld ihr Körpergewicht normalisieren, um dem so genannten Gestationsdiabetes vorzubeugen, und ihre Fruchtbarkeit zu optimieren. Dies gilt für übergewichtige wie auch für untergewichtige Frauen", empfiehlt Dr. Werner Harlfinger, Landesvorsitzender des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF) in Rheinland-Pfalz. „Zudem sollten sie während der Schwangerschaft eine übermäßige Gewichtszunahme vermeiden und ihre bestehende körperliche Fitness durch moderate Aktivität erhalten."

Als Gestationsdiabetes bezeichnet man eine Kohlenhydrat-Stoffwechselstörung, die während der Schwangerschaft auftritt bzw. erkannt wird. Der Diabetes bleibt in wenigen Fällen auch nach der Schwangerschaft bestehen. Die Erkrankung hat wiederkehrende, kurzzeitig erhöhte Blutzucker-Werte (Blutglukose) der Mutter und schließlich auch des Kindes zur Folge. Dadurch können sich kurz- und langfristige Gefahren für beide ergeben. „Das Baby reagiert mit einer verstärkten Insulinproduktion und baut schließlich den Zucker in Form von Fett in den eigenen Körper ein. Dadurch wird das Ungeborene dicker und größer, was wiederum die Geburt erschwert", erklärt der niedergelassene Gynäkologe aus Mainz. „Patientinnen mit einem Gestationsdiabetes haben deswegen häufiger einen Kaiserschnitt oder eine Entbindung mit Hilfe einer Saugglocke oder eines Dammschnitts." Zudem erkranken die Kinder von Müttern mit Gestationsdiabetes später zwei- bis dreimal so häufig an Diabetes wie Kinder von gesunden Müttern. Auch für die Mütter ist das Risiko für eine diabetische Erkrankung in den Jahren nach der Schwangerschaft deutlich, um 40-50% erhöht.

Weitere Risiken eines Gestationsdiabetes sind u. a. eine Frühgeburt, Bluthochdruck der Mutter und vermehrte Infektionen - insbesondere der Harnwege. „Ein Gestationsdiabetes kann in vielen Fällen mit einer straffen Diät und täglicher sportlicher Betätigung ausreichend behandelt werden. In manchen Fällen ist es notwendig zusätzlich Insulin zuzuführen", fügt Dr. Harlfinger hinzu.

Autor/Autoren: äin-red

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