24.07.2012
Medikamente vor Sonnenlicht und Hitze schützen
Arzneien sollten auch auf Reisen klimatisch korrekt gelagert werden, damit sie verträglich belieben und ihre Wirkung nicht verlieren.
Medikamente mögen es nicht heiß: Tabletten, Salben oder Cremes könnten durch Hitze, zu viel Sonne oder hohe Luftfeuchtigkeit ihre heilsame Wirkung verlieren oder sogar der Gesundheit schaden, worauf die Apothekerkammer Nordrhein hinweist. Auf keinen Fall dürften Medikamente längere Zeit in der prallen Sonne liegen. Zäpfchen etwa schmelzen den Angaben zufolge ab etwa 30 Grad, Gele können sich verflüssigen und Dragee- Oberflächen absplittern. Auch Salben und Cremes können bei zu großer Hitze ihre Konsistenz verändern, während Fette und Öle verderben und anfangen unangenehm zu riechen.
Bei einer längeren Autofahrt zum Beispiel in den Urlaub sollten Tabletten, Säfte oder Cremes auf Rat der Apotheker an einem möglichst kühlen Ort aufbewahrt werden, zum Beispiel einer Kühltasche ohne Kühlelemente. Nicht geeignet seien Handschuhfächer, Armaturenbretter oder Hutablagen. Bei Flugreisen seien Arzneimittel hingegen besser im Handgepäck als im kalten Gepäckraum aufgehoben. Je nach Reiseland dürften Medikamente aus Sicherheitsgründen aber nur in begrenzten Mengen mitgeführt werden.
Darüber hinaus gilt es auch die Beipackzettel der Medikamente zu beachten, da in manchen Fällen Sonneneinstrahlung problematisch sein kann. Verschiedene Substanzen - darunter Antibiotika (Tetra- oder Doxycycline) und Johanniskraut - führen zu einer verstärkten Lichtempfindlichkeit wodurch es unter UV-Strahlung zu Verbrennung der Haut kommen kann.


