23.06.2015

Kühlende Umschläge lindern eine Brustentzündung

Von Brustdrüsenentzündungen, die unabhängig von einer Schwangerschaft auftreten sind bevorzugt jüngere Frauen unter 30 Jahren betroffen.

Quarkwickel und kalte Umschläge können die Entzündungsbeschwerden bei einer bakteriellen Brustinfektion, der so genannten Mastitis, lindern. Klingen die Beschwerden nach ein bis zwei Tagen nicht ab oder sind sehr ausgeprägt, sollte umgehend der Frauenarzt aufgesucht werden, damit gegebenenfalls eine medikamentöse Behandlung eingeleitet werden kann. Oft geht eine Brustentzündung mit Fieber und stärkeren Schmerzen einher. An der Brust befindet sich außerdem eine harte, schmerzhaft gerötete und geschwollene Stelle. Für die Therapie kommen entzündungshemmende Medikamente und bestimmte Antibiotika in Frage, wodurch sich die Infektion gut behandeln lässt. Befindet sich die betroffene Frau gerade in der Stillphase, muss sie während der Therapie nicht abstillen. Die Bakterien schaden dem Kind normalerweise nicht, denn sie werden in seinem Magen abgetötet. Durch das Weiterstillen und durch leichte Massagen wird darüber hinaus erreicht, dass der Milchgang der Brust wieder frei wird und die Milch abfließen kann. Dies ist für den weiteren Verlauf der Erkrankung vorteilhaft.

Eine Brustentzündung während der Stillzeit wird als puerperale Mastitis bezeichnet. Sie kann entstehen, wenn über längere Zeit mehr Milch produziert wird, als das Baby trinkt und sich ein Milchstau bildet oder wenn die Brust nicht ausreichend gesäubert und gepflegt wird. Sie tritt überwiegend in den ersten Tagen nach der Entbindung auf. Es können jedoch auch Frauen an einer Mastitis erkranken, die weder stillen noch schwanger sind. Bakterien können durch rissige oder wunde Brustwarzen in die Brust eindringen und eine Infektion auslösen. Aber auch Frauen, deren Brustwarzen nicht wund sind und die keine offensichtlichen Eintrittsstellen für Erreger aufweisen, können eine Brustentzündung bekommen. Von Brustdrüsenentzündungen, die unabhängig von einer Schwangerschaft auftreten sind bevorzugt jüngere Frauen unter 30 Jahren betroffen. Auch zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr nimmt die Häufigkeit von Brustentzündungen wieder zu. Manchmal kommt es bei einer Mastitis zu Komplikationen, dem Brustabszess. Dieser muss meist chirurgisch behandelt werden.

Eine Mastitis darf nicht mit einem Milchstau verwechselt werden. Die Symptome des Milchstaus sind ähnlich wie bei einer Brustentzündung, jedoch für gewöhnlich nicht so stark und klingen fast immer innerhalb von 24 bis 48 Stunden ab. Auch bei einem Milchstau sollte weitergestillt und die Brust regelmäßig entleert werden.

(äin-red)

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