25.12.2018

Krebserkrankung: Kassen finanzieren zukünftig Fruchtbarkeitserhalt

Künftig müssen Krankenkassen den Erhalt der Fruchtbarkeit von Patienten bezahlen, bei denen eine Behandlung mittels einer keimzellschädigenden Therapie ihre Zeugungsfähigkeit bedroht.

Patienten, die aufgrund einer Erkrankung Therapiemaßnahmen erhalten, welche keimzellschädigend sind und daher die Fruchtbarkeit beeinträchtigen, haben künftig Anspruch auf die Finanzierung der „Kryokonservierung von Eizellen oder Samenzellen oder von Keimzellgewebe sowie auf die dazugehörigen medizinischen Maßnahmen“. Bislang mussten Patienten solche fruchtbarkeitserhaltenden Maßnahmen aus eigener Tasche bezahlen, wenn bei ihnen beispielsweise eine Chemotherapie oder Bestrahlung notwendig wurde. Die Möglichkeit der vorsorglichen Kryokonservierung von Samen-, Eizellen oder Keimzellgewebe als eigenständige Leistung stand GKV-Versicherten bislang nicht als Kassenleistung zur Verfügung.

Der Anspruch auf fruchtbarkeitserhaltende Maßnahmen ist dabei nicht nur auf Krebserkrankungen beschränkt. Er besteht bei allen Erkrankungen, bei denen eine Behandlung mittels einer keimzellschädigenden Therapie notwendig erscheint.

Pro Jahr erkranken ca. 15.000 junge Erwachsene im Alter von 18 bis 39 Jahren an Krebs. Zwar können 80% dieser Patientinnen und Patienten geheilt werden, durch den Einsatz von Chemo- oder Strahlentherapie kann es allerdings zur Schädigung der Fruchtbarkeit und damit zu ungewollter Kinderlosigkeit kommen.

Quelle: FRAUENARZT 59. Jahrgang 11/18

Autor/Autoren: äin-red

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