18.02.2019

Keine Gesundheitsgefährdung durch implantierte kupferhaltige Verhütungsmittel im MRT

Eine Studie zur Risikobewertung kupferhaltiger Verhütungsmittel bei Frauen, die ein MRT oder CT wahrnehmen müssen, gibt Entwarnung und mehr Sicherheit für die Patientinnen und auch Mediziner.

Besteht für Frauen, die zur Empfängnisverhütung ein kupferhaltiges implantiertes Intrauterinpessar (ugs.: Spirale) nutzen, ein gesundheitliches Risiko, wenn sie sich im Rahmen der klinischen Diagnostik einer Magnetresonanztomographie (MRT) oder einer Computertomographie (CT) unterziehen müssen? Dieser Frage sind Wissenschaftler der Computerunterstützten Klinischen Medizin an der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg nachgegangen.

Untersuchungen mittels bildgebender Verfahren, die mithilfe eines Magnetfeldes (MRT) oder der Röntgentechnik (CT) die Struktur und Funktion von Geweben und Organen im Körper darstellen können, gehören mittlerweile zur täglichen Routine in der medizinischen Diagnostik.
Kein Risiko für Schädigungen – Bildgebung in Implantat-Umgebung beeinträchtigt
In ihrer Studie untersuchten die Mannheimer Wissenschaftler sieben verschiedene Typen von kupferhaltigen Intrauterinpessaren hinsichtlich einer möglichen Erwärmung oder Lageveränderung (Dislokation) während der MRT-Bildgebung bei Magnetfeldstärken von 1,5 und 3 Tesla sowie Artefakten bei der Bildgebung mittels MRT und CT. Zum Einsatz kam dabei ein dafür speziell entwickeltes gewebeähnliches Phantom.

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass bei der MRT-Untersuchung kein signifikantes Risiko für eine mögliche Schädigung der Patientinnen mit implantierten kupferhaltigen Spiralen besteht, die Untersuchungen also sowohl bei Feldstärken von 1,5 Tesla als auch von 3 Tesla sicher sind. Hingegen ist die Qualität der Bildgebung in der Umgebung der Implantate vor allem bei der CT-Bildgebung beeinträchtigt, was bei der Diagnose entsprechend berücksichtigt werden muss.

Die Studie wurde kürzlich in European Radiology, dem „Flagship“ Journal der Europäischen Gesellschaft für Radiologie, veröffentlicht und im Newsletter der Fachgesellschaft als Highlight präsentiert.

Quelle: Pressemitteilung Universitätsmedizin Mannheim auf idw

Autor/Autoren: äin-red

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