23.09.2019

Impfschutz wahrnehmen!

Gynäkologen sind wichtige Ansprechpartner, wenn es um Ihren Impfschutz geht. Ihre frauenärztliche Praxis kann Ihren Impfstatus überprüfen und vervollständigen.

Impfungen spielen bei der Gesundheitsförderung in allen Lebensphasen der Frau eine große Rolle und können auch in der frauenärztlichen Praxis wahrgenommen werden. Es ist sinnvoll, den aktuellen Impfstatus beim routinemäßigen Frauenarzt-Besuch überprüfen zu lassen. Am besten bringen Sie hierfür Ihren Impfpass mit, indem sämtliche bisherigen Immunisierungen dokumentiert sind. Mädchen und Frauen können sich beim Frauenarzt zu empfohlenen Impfungen beraten lassen und gegebenenfalls dort auch notwendige Impfungen nachholen oder auffrischen lassen. Im Fall einer Schwangerschaft sollten auch die Angehörigen einen umfassenden Impfschutz haben.

Standard-Impfungen

Bei Jugendlichen können versäumte Kinder-Standardimpfungen - beispielsweise gegen Masern, Mumps oder Röteln - nachgeholt werden, die in jüngeren Jahren nicht vervollständigt wurden. Vor der Aufnahme des ersten Geschlechtsverkehrs ist es zudem sinnvoll und empfohlen, die Impfungen gegen Humane Papillomviren (HPV) zu erhalten, die vor HPV-Infektionen und dadurch auch vor Gebärmutterhalskrebs schützt. Zu diesem Zeitpunkt ist der Nutzen der HPV-Impfung am größten, da in der Regel noch kein Kontakt mir den krebsauslösenden Erregern stattgefunden hat, die beim Sexualverkehr übertragen werden.

Kinderwunsch

Frauen mit Kinderwunsch sollten einen vollständigen Impfschutz aufbauen, um Komplikationen während der Schwangerschaft zu vermeiden und das Neugeborene durch die Leihimmunität, den so genannten Nestschutz, in den ersten Wochen und Monaten passiv zu schützen. Frauen mit Kinderwunsch brauchen vor allem eine Immunisierung gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken. Weil Keuchhusten sehr gefährlich für Säuglinge werden kann, sollten beide Elternteile und alle anderen Personen, die Kontakt zum Baby haben, auch dagegen geimpft sein.

Schwangerschaft

Schwangeren wird während der Grippe-Saison die Impfung gegen Influenza empfohlen. Bei gesunden Frauen ist eine Impfung ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel, bei Frauen mit chronischen Erkrankungen - wie beispielsweise Asthma - schon ab dem ersten Schwangerschaftsdrittel empfohlen.

Auffrischimpfungen

Auch im höheren Lebensalter werden regelmäßige Auffrischimpfungen empfohlen. Die Standardimpfungen gegen Diphtherie und Tetanus sollten alle zehn Jahre aufgefrischt werden. Darüber hinaus ist auch ein jährlicher Grippe-Impfschutz und ab 60 Jahren eine Pneumokokken-Impfung sowie die Impfung gegen Gürtelrose für alle Erwachsenen ratsam.

Für chronisch Kranke Menschen gelten erweiterte Impfempfehlungen, die mit dem Arzt besprochen sollten. Mehr Informationen zum Impfschutz finden Sie im Kapitel „Impfschutz & Impfungen

Autor/Autoren: äin-red

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