26.10.2026
HPV-Impfung in jungen Jahren kann Frühgeburtrisiko senken
Mittlerweile ist es unumstritten, dass Impfungen gegen das Humane Papillomavirus einer Reihe von Krebserkrankungen vorbeugen. Eine schwedische Studie mit über 624.000 Frauen zeigt einen weiteren gesundheitlichen Nutzen: Geimpfte Schwangere haben seltener Komplikationen bei der Geburt.
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Seit 2006 können sich Mädchen und junge Frauen in Schweden gegen HPV impfen lassen. Bis Ende 2023 waren damit 14,8 % aller Schwangeren mit einer (quadrivalenten) HPV-Vakzine geimpft. Zhongsong Zhang vom Karolinska Institut in Stockholm untersuchte nun an 624.713 Erstgebärenden, welchen Einfluss die Impfung auf mögliche Komplikationen bei Einlings-Schwangerschaften hat.
Die Auswertung der zwischen 2006 und 2023 in ganz Schweden gesammelten Daten ergab: Gegen HPV geimpfte Schwangere hatten deutlich …
- seltener eine vorzeitige Geburt (< 37 Wochen)
- seltener eine sehr frühe Frühgeburt (28–31 Wochen)
- seltener einen vorzeitigen Blasensprung
- seltener eine spontane Frühgeburt
- seltener eine schwere Form der Mangelgeburt (zu geringes Geburtsgewicht und/oder Geburtslänge)
- seltener eine Geburtskomplikation
Diese positiven Effekte waren bei Schwangeren umso stärker, je früher diese geimpft worden waren.
Schlussfolgerungen
Eine HPV-Impfung in jungen Jahren war bei Erstgebärenden mit deutlich seltener auftretenden Geburtskomplikationen verbunden. Dies wäre ein wichtiger weiterer Nutzen der HPV-Impfung neben der Prävention durch HPV-Infektionen bedingter Krebserkrankungen.
Quelle: Zhang Z, Ploner A, Sengpiel V, Kasheshi N, Jacobsson B, Dillner J et al. Quadrivalent human papillomavirus vaccination before pregnancy and pregnancy outcomes: nationwide, population based case-control stud. BMJ 2026; 395: e100739 doi:10.1136/bmj-2026-100739


