16.12.2010

HPV begünstigt HIV-Infektionen

Eine Infektion mit humanen Papillomviren (HPV) geht offenbar mit einem erhöhten Risiko für HIV-Infektionen einher.

Eine Infektion mit humanen Papillomviren (HPV) geht offenbar mit einem erhöhten Risiko für HIV-Infektionen einher. Zu diesem Ergebnis kommt eine US-amerikanische Studie, in der an Männern untersucht wurde, welchen Einfluss eine HPV-Infektion auf das HIV-Ansteckungsrisiko hat.

Dr. Robert C. Bailey von der University of Illinois in Chicago untersuchte gemeinsam mit Kollegen 2168 kenianische Männer im Alter von 18 bis 24 Jahre. Bei der Hälfte der Teilnehmer (1089) wurde zu Studienbeginn eine HPV-Infektion an den Genitalien nachgewiesen. Keiner der Studienteilnehmer war zu diesem Zeitpunkt mit HI-Viren infiziert.

Nach 42 Monaten überprüften die Forscher, ob sich Studienteilnehmer mit HIV infiziert hatten. Die Ergebnisse waren eindeutig: In der HPV-positiven Gruppe waren 5,8% der Männer nun auch HIV-positiv, in der HPV-negativen Gruppe waren es im Vergleich dazu nur 3,7%.

Einen möglichen Grund für diese Beobachtung sehen die Forscher darin, dass die Infektion mit HPV zu Hautveränderungen (Läsionen) am Penis führen sowie die Immunantwort beeinträchtigen kann. Beides könnte wiederum eine Infektion mit HIV begünstigen. Die Prävention von HPV-Infektionen könnte somit dazu beitragen der Verbreitung von HIV entgegenzuwirken, so Bailey.

Quelle: Springer Medizin
Studie: www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20415595

Autor/Autoren: äin-red