20.11.2015
Gynäkologische Erkrankungen können in den Rücken ausstrahlen
Frauen, die längerfristig oder wiederkehrend an Rückenschmerzen leiden, sollten die Beschwerden auch gynäkologisch abklären lassen.
Frauen, die längerfristig oder wiederkehrend an Rückenschmerzen leiden, sollten die Beschwerden auch gynäkologisch abklären lassen. Denn Rückenschmerzen können unter anderem durch gynäkologische Erkrankungen verursacht werden. Auffällig sind Schmerzen im Rücken, die zyklisch auftreten und sich an den Tagen vor der Menstruation verstärken. Ursache dafür können beispielsweise gutartige Gewebswucherungen sein, die von der Muskelschicht der Gebärmutter oder von der Gebärmutterschleimhaut ausgehen. Im ersten Fall spricht man von Myomen und im zweiten Fall von der Erkrankung Endometriose. Beide Leiden treten bevorzugt im mittleren Lebensalter auf.
Insbesondere Schmerzen, die sich wie ein Gürtel um die Leistengegend, das Kreuzbein und die vordere Bauchwand legen, geben Hinweise auf eine gynäkologische Ursache. Bei einer Reihe gynäkologischer Erkrankungen, in der Schwangerschaft und während und nach den Wechseljahren können Rückenschmerzen auftreten. Dazu gehören etwa eine Lageveränderungen der Gebärmutter, gynäkologische Tumore, chronische Entzündungen und Erkrankungen im Bereich des kleinen Beckens. Die Hauptursache für Rückenschmerzen ist aber in den meisten Fällen eine Beeinträchtigung des Stütz- und Bewegungsapparates.
Nehmen die Rückenschmerzen nicht vom Halte- und Bewegungsapparat ihren Ausgang, sondern von den inneren weiblichen Geschlechtsorganen, kommen oft noch andere Symptome hinzu. Weitere Anzeichen für gynäkologische Erkrankungen sind ein häufiger Harndrang, ein Druckgefühl auf die Blase oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, dem Wasserlassen oder beim Stuhlgang. Frauen mit derartigen Problemen sollten sich nicht davor scheuen, ihrem Frauenarzt sämtliche Beschwerden und Veränderungen mitzuteilen, die sie an sich bemerken.
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Quelle: äin-red (FIN)


