04.02.2013
Gebärmutterhalskrebs - Strategien gegen die Erkrankung
Jedes Jahr erkranken in Deutschland sieben von 100.000 Frauen an einem Krebs des Gebärmutterhalses. Die regelmäßige Teilnahme an der Krebsfrüherkennung kann Erkrankungsfälle verhindern.
Jedes Jahr erkranken in Deutschland sieben von 100.000 Frauen an einem Krebs des Gebärmutterhalses. „Vor 40 Jahren waren die Zahlen fast sechsmal so hoch", sagt Dr. Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF), anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar 2013. „Unser Krebsfrüherkennungs-Programm hat geholfen, hunderttausende Erkrankungsfälle zu verhindern, weil damit Vorstufen erkannt und behandelt werden können. Die meisten Frauen, die heute noch an einem Gebärmutterhalskrebs erkranken, haben in den fünf Jahren vor der Entdeckung der Erkrankung nicht an der Früherkennungsuntersuchung teilgenommen. Zusätzlich gehört heute die Impfung zu einem modernen Krebsschutz."
Da die Krebserkrankung in den meisten Fällen durch eine Infektion mit genau definierten Virustypen hervorgerufen wird, schützt eine Impfung davor, dass sich diese Viren im Gewebe einnisten und eine bösartige Erkrankung auslösen können. Die Kosten für die Impfung werden für Mädchen und junge Frauen zwischen 12 und 17 Jahren von den Krankenkassen übernommen.
„Das Modell der jährlichen Krebsfrüherkennung in Deutschland ist weltweit einzigartig", so Dr. Albring. „Wir erzielen damit Erfolge, die international auch durch organisierte Screening-Programme nicht erreicht werden konnten. Im Gegenteil, in England mit einem organisierten Screening-Programm steigt seit Jahren sogar die Zahl der Krebserkrankungen an Gebärmutterhalskrebs wieder." Wichtig ist, dass die Frauen wirklich jedes Jahr zur Krebsfrühuntersuchung kommen, damit der Krebs keine Chance bekommt, unentdeckt und ungestört zu wachsen. Nur in Deutschland haben Frauen jährlich auch die Möglichkeit der Früherkennung anderer Krebserkrankungen, wie z.B. der schnell wachsenden Tumore der Eierstöcke und der Brüste.
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