16.03.2008

Diabetikerinnen sollten nicht mit Temperatur-Messung verhüten

Frauen, die an Diabetes Typ I oder II erkrankt sind, sollten nicht auf Zeitwahlmethoden zurückgreifen, um eine Empfängnis zu verhindern.

Frauen, die an Diabetes Typ I oder II erkrankt sind, sollten nicht auf Zeitwahlmethoden zurückgreifen, um eine Empfängnis zu verhindern. „Diabetikerinnen haben häufig eine unregelmäßige Regel, weswegen sich Zyklusmethoden wie die Temperatur-Messung oder die Beobachtung des Zervix-Schleims nicht dazu eignen, eine Schwangerschaft sicher zu verhüten", erklärt Dr. Klaus König, zweiter Vorsitzender des Berufsverbandes der Frauenärzte e. V. (BVF). Bei diesen Methoden werden durch Beobachtung der natürlichen Vorgänge im Körper die fruchtbaren Tage bestimmt, und an diesen Tagen wird entweder auf Sex verzichtet oder mit einer zusätzlichen Methode verhütet, z. B. mit dem Kondom. „Wegen der Gefahren, die bei mütterlichem Diabetes mit einer Schwangerschaft verbunden sind, ist für Diabetikerinnen immer eine geplante Schwangerschaft angeraten. Dies gelingt jedoch nur, wenn sichere Verhütungsmethoden angewendet werden."

Gerade bei jugendlichen Diabetikerinnen ohne schwerwiegende Begleiterkrankungen stellen niedrig dosierte „Pillen" eine sichere Alternative dar. „Dabei können Kombinationspräparate aus Östrogen und Gestagen oder niedrig dosierte Gestagen-Pillen eingesetzt werden", fügt Dr. König hinzu. „Auch bestehen keine Bedenken beim Gebrauch von Intrauterinpessaren."

Für Frauen, die nur für den Zeitraum der Schwangerschaft einen Diabetes (Gestationsdiabetes) entwickelt haben, ist die spätere Verhütung mir der „Pille" unbedenklich. „Allerdings sollten während der Stillzeit keine reinen Gestagen-Präprate angewendet werden, da diese das langfristige Diabetes-Risiko der Mutter erhöhen", rät Dr. König.

Autor/Autoren: äin-red

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