08.02.2021

Damit Stillen gut klappt: Info-Comics für Mütter

Je neun Botschaften vermitteln, was Stillen bedeutet und wie Frauen sich vorbereiten können – ohne ihnen das Gefühl zu geben, dass es perfekt laufen muss.

„Damit ein Stillstart gut gelingt, ist es entscheidend, dass Frauen sich schon in ihrer Schwangerschaft mit dem Thema Stillen auseinandersetzen“, sagt Maria Flothkötter, Leiterin des Netzwerks Gesund ins Leben. Hierfür gibt es jetzt zwei neue Infoblätter: eines für Schwangere und eines für Mütter nach der Geburt. Sie sind Teil der Kommunikationsstrategie zur Stillförderung, mit der das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) das Netzwerk im Rahmen der Nationalen Stillstrategie beauftragt hat. Ziel der Stillstrategie des BMEL ist es, die Rahmenbedingungen zum Stillen zu verbessern und die Stillmotivation in Deutschland zu erhöhen. Herausgeber der Stilltipps ist das Netzwerk in Kooperation mit der Nationalen Stillkommission.

Je neun Botschaften vermitteln, was Stillen bedeutet und wie Frauen sich vorbereiten können – ohne ihnen das Gefühl zu geben, dass es perfekt laufen muss. „Frühes Anlegen erleichtert dir den Stillstart“ oder „Manchmal will dein Baby ständig trinken“ – die Informationen sind klar formuliert und mit farbigen Comic-Zeichnungen illustriert. Frauenärzt*innen, Hebammen oder Krankenhauspersonal können die Infoblätter bei Beratungsgesprächen und Geburtsvorbereitungskursen nutzen oder nach der Entbindung weitergeben. Kinder- und Jugendärzt*innen können sie bei den frühen Vorsorgeuntersuchungen U1, U2 oder U3 verteilen. Still- und Laktationsberater*innen können sie einsetzen, ebenso Mitarbeiter*innen der Frühen Hilfen, von Beratungsstellen oder Familienzentren. Als DIN-A4-Abreißblock (je 50 Stück, beidseitig bedruckt) sind die Infoblätter kostenlos über die Webseite www.ble-medienservice.de zu bestellen (Bestell-Nr. 0179 für Schwangere, 0180 für Mütter nach der Geburt).

Stillstart ist eine sensible Phase 

Fast 90 Prozent der werdenden Mütter haben den Wunsch, ihr Baby zu stillen, wenn es auf der Welt ist. Doch Studien zeigen, dass nur 68 Prozent ihrem Baby nach der Geburt ausschließlich die Brust geben, nach acht Wochen noch 57 Prozent, nach vier Monaten noch 40 Prozent (KiGGS Welle II, 2018). „Der Stillstart und die Zeit des Wochenbetts sind eine ganz sensible Phase für die weitere Stillbeziehung“, erklärt Flothkötter. Wer in diese Zeit gut informiert hineingeht, kann sich besser darauf einstellen, was kommt. Falls Schwierigkeiten auftreten, weiß die Stillende idealerweise schon, wer ihr weiterhelfen kann. Vielleicht hat sie bereits in der Schwangerschaft mit einer Hebamme oder Stillberaterin darüber gesprochen, wo es manchmal hakt und was nach der Geburt wichtig ist. Das Selbstvertrauen der Frauen in den eigenen Körper wird gestärkt und sie werden dafür sensibilisiert, Unterstützung anzunehmen.

Gute Ergebnisse im Pretest

Nach Netzwerk-Recherchen gab es bis dato in Deutschland kaum Beratungsmaterialien für die Zeit vor der Geburt zur Absichtsbildung, Entscheidungsfindung und Vorbereitung auf das Stillen. „Die neuen Infoblätter sind zeitgemäß und beruhen auf aktuellen Zielgruppenanalysen“, so Flothkötter. Still-Expert*innen und Fach-Gremien haben dabei geholfen, die Infoblätter zu entwickeln. Frauen wünschen sich eine Kommunikation auf Augenhöhe und eine realistische und transparente Darstellung. Die Stilltipps sind in einfacher Sprache gehalten und die aussagekräftigen, farbigen Zeichnungen kamen bei der Zielgruppe im Pretest sehr gut an. Mehr als 160 Teilnehmerinnen wurden befragt: 89 Prozent der Mütter gefiel das Infoblatt gut bis sehr gut, bei den Schwangeren waren es 80 Prozent. Mehr als 75 Prozent der Teilnehmerinnen gaben an, das Medium nutzen zu wollen.

Links zum Download und zum Bestellen:
Infoblatt für Schwangere: www.ble-medienservice.de/0179/ist-stillen-was-fuer-mich-tipps-fuer-schwangere?number=0179
Infoblatt für die Stillzeit: www.ble-medienservice.de/0180/wie-klappt-es-mit-dem-stillen-tipps-fuer-die-stillzeit?number=0180

Quelle: Netzwerk Gesund ins Leben

Autor/Autoren: äin-red

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