28.02.2014

Brustkrebs und Schwangerschaft – das schließt sich nicht aus

Die Zahl der Frauen, die trotz einer Brustkrebs-Erkrankung schwanger werden und ein Kind bekommen, nimmt in Deutschland stetig zu. Denn auf der einen Seite wird jede zehnte Brustkrebserkrankung bei einer Frau diagnostiziert, die jünger ist als 45 Jahre. Auf der anderen Seite steigt immer noch das durchschnittliche Alter an, in dem Frauen Kinder bekommen: Während in den 1960er Jahren das Alter der Mütter bei der Geburt des ersten Kindes bei 23 Jahren lag, betrug es im Jahr 2006 26 Jahre, im Jahr 2012 29 Jahre.

Die gute Nachricht: „Frauen, die eine Brustkrebs-Behandlung hinter sich haben, bereits seit zwei Jahren ohne Rezidiv sind und sich gesund fühlen, können aus unserer Sicht normalerweise ohne Probleme eine Schwangerschaft planen", betonte Prof. Dr. med. Diethelm Wallwiener, Tübingen, auf der Pressekonferenz des FOKO 2014 in Düsseldorf. „Eine Schwangerschaft hat nach den neuesten Studienergebnissen weder einen positiven noch einen negativen Einfluss auf die Brustkrebs-Erkrankung."

Problematischer ist die Situation, wenn der Brustkrebs während der Schwangerschaft auftritt. Denn zahlreiche Krebsmedikamente dürfen in dieser Zeit nicht verwendet werden, vor allem nicht in den ersten drei Monaten. Die Operation kann dagegen in den meisten Fällen bereits durchgeführt werden, und vor allem in späten Phasen der Schwangerschaft ist auch mit Einschränkungen eine medikamentöse Behandlung möglich, wenn alle Vorsichtsmaßnahmen eingehalten werden.

„Auf jeden Fall sind die Heilungschancen um so größer, je früher der Krebs entdeckt und behandelt wird," betont Prof. Wallwiener. „Das hilft der Frau, dem Kind und der ganzen Familie, später eine lange, gemeinsame Zeit zu verbringen."

Kurzfassung

Zur Langfassung der Pressemitteilung HIER.

Quelle: © FOKO 2014
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Autor/Autoren: äin-red