23.06.2011

Auch untrainierte Frauen können in Schwangerschaft mit Sport beginnen

Die Vorteile von Sport bei werdenden Müttern sind vielseitig, wenn die Schwangerschaft ohne Komplikationen verläuft.

Die Vorteile von Sport bei werdenden Müttern sind vielseitig, wenn die Schwangerschaft ohne Komplikationen verläuft. Auch Frauen, die bisher nicht körperlich aktiv waren, profitieren von Bewegung, wenn sie damit erst in der Schwangerschaft beginnen. „Durch körperliche Ertüchtigung steigt die Fitness und Belastbarkeit und es wird schwangerschaftsspezifischen Beschwerden entgegengewirkt. Sport senkt das Risiko für schwangerschaftstypische Rückenschmerzen, für Verdauungsprobleme, Wassereinlagerungen und für einen Schwangerschaftsdiabetes", erklärt Dr. Klaus König, Vize-Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF) in München. „Neben dem physischen Wohlbefinden steigert Bewegung in angemessener Form und Dosierung auch das psychische Wohlbefinden - Schwangere fühlen sich ausgeglichener und selbstsicherer. Auch auf den Geburtsverlauf und die Zeit danach kann sich ein aktiver Lebensstil positiv auswirken und die nachgeburtliche Erholungsphase verkürzen." Umgekehrt existieren keinerlei Hinweise, dass eine richtig ausgewählte Sportart bei einer normalen Schwangerschaft negative Folgen für die Mutter oder das Kind haben könnte. Schwangere mit Vorerkrankungen oder komplizierten Schwangerschaftsverläufen müssen sich hingegen eng mit ihrem behandelnden Frauenarzt absprechen, ob Sport für sie in Frage kommt.

Für Schwangere, die bislang nicht körperlich aktiv waren, bieten sich besonders Sportarten an, die an die persönliche Fitness angepasst werden können. „Schwimmen, Wandern oder Walken sind Bewegungsformen, die eine gleichmäßige Kreislaufbelastung erzielen. Das sorgt für eine gute Durchblutung, aktiviert den Stoffwechsel und wirkt einer zu deutlichen Gewichtszunahme entgegen", rät Dr. König, der in Steinbach im Taunus niedergelassen ist. „Gymnastik oder Yoga helfen dabei, ein gutes Körpergefühl zu entwickeln und mit den schwangerschaftsbedingten Veränderungen besser umzugehen." Sporteinsteigerinnen fällt es oft leichter, in einer Gruppe aktiv zu werden - zudem tut insbesondere in der Schwangerschaft der Austausch mit anderen gut.

Sporttreibende Schwangere sollten immer ein Stück weit in sich hineinhören und sich nicht übernehmen. Die körperliche Leistungsfähigkeit kann im Verlauf einer Schwangerschaft schwanken. Das aktuelle Befinden und auch die Zufriedenheit sollten die Maßstäbe bei der Auswahl und der Dosierung von körperlicher Aktivität sein. „Stark anstrengende Belastungen sollten vermieden werden, ebenso wir Sport in großer Höhe oder bei höheren Temperaturen. Auch starke, ruckartige Bewegungen - wie etwa bei verschiedenen Ballsportarten - sind ungünstig, genauso wie verletzungsträchtige Aktivitäten", ergänzt der Vize-Präsident des BVF. Gerade in der Schwangerschaft sollten Frauen auf ausreichendes Trinken vor oder während der Sportaktivität achten und auch nie ganz nüchtern Sport treiben.

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Autor/Autoren: äin-red

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