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Wochenbett

Wochenbettpsychose


Bei etwa 1 bis 2 von 1000 Geburten kann es bei der Mutter zu einer so genannten Wochenbettpsychose kommen. Sie tritt meist innerhalb der ersten 8 Wochen nach der Geburt auf und weist ähnliche, jedoch stärkere Symptome als eine Wochenbettdepression auf. Hinzu kommen verschiedenartige psychotische Symptome, wie Störungen des Gedankengangs, Verfolgungs- und Beeinträchtigungswahn oder auch optische oder akustische Halluzinationen. Daneben können so genannte „Ich-Erlebnis-Störungen" eintreten. Betroffene sind dabei davon überzeugt, dass ihre Gedanken oder Körperbewegungen von außen beeinflusst werden. 

Wahnhafte Symptome kennzeichnen eine Wochenbettpsychose

Die Wahnsymptome drehen sich häufig um die Geburt oder das Kind. Betroffene glauben beispielsweise ihr Kind sei vertauscht worden oder soll der Mutter weggenommen werden. Auch gehen betroffene Mütter häufig davon aus, sie hätten ein besonderes Kind (z.B. diabolisch oder heilig) geboren. Auch einer Wochenbettspsychose kann unter Umständen eine dramatische Entwicklung folgen.  Bei einer Wochenbettpsychose besteht unbedingter Behandlungsbedarf, da Gefahr für das Leben von Mutter und Kind vorliegt (Selbstmordgefahr; Kindstötung). Betroffene (oder gegebenenfalls Angehörige) sollten derartige Verhaltensauffälligkeiten unbedingt mit einem Arzt (Psychiater oder Psychotherapeuten) besprechen. Auch der Gynäkologe kann als erster Ansprechpartner weiterhelfen. 

 

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