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Wochenbett

Babyblues


Bei etwa der Hälfte der Wöchnerinnen zeigt sich am dritten Tag nach der Geburt eine psychische Empfindlichkeit mit Energielosigkeit, Konzentrationsschwäche und depressiver Verstimmung. Diese Reaktion wird auf die Umstellung des Hormonhaushaltes zurückgeführt. Die Konzentration der Schwangerschaftshormone (Östrogene, Progesteron) fällt in den ersten Tagen nach der Geburt schnell ab. Man spricht bei diesem Syndrom von den so genannten Heultagen bzw. Babyblues (blue = engl.: traurig).

Neben diesem vorübergehenden Stimmungstief, können auch schwerwiegendere psychische Störungen auftreten. Etwa 10 - 15% der Wöchnerinnen erleben eine so genannte Wochenbettdepression bzw. postnatale Depression.

In der Wochenbettphase ist die rein körperliche Beanspruchung der Mutter sehr groß, da neben der Ausheilung der geburtsbedingten Wunden auch die physiologische Rückbildung und das Ankurbeln der Milchproduktion parallel bewältigt werden müssen. Bereits jetzt nehmen die Eierstöcke wieder ihre Funktion auf, was zu einer zusätzlichen Umstellung im Hormonsystem führt.

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