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Wechseljahresbeschwerden

Seelische Verstimmungen


Mit dem sinkenden Östrogenspiegel geht auch die stimmungsaufhellende Wirkung auf das Nervensystem verloren. Gleichzeitig werden bestimmte Botenstoffe, die Informationen senden sollen, nicht mehr ausreichend produziert. Da die komplexe Abfolge im zentralen Nervensystem gestört ist, wird das seelische Gleichgewicht in Mitleidenschaft gezogen. Viele Frauen haben bis dato nicht gekannte Stimmungsschwankungen, sind unruhig, nervös und reizbar. Bei einigen stellt sich Antriebslosigkeit ein. In schweren Fällen kommt es zu einer Depression, die zusätzlich durch äußere Umstände beeinflusst sein kann.

Was kann man gegen psychische Beschwerden in den Wechseljahren tun?

Sollten Sie unter diesen Beschwerden leiden, ist es wichtig, dass Sie Ihre Ruhe und Ausgeglichenheit wiederfinden. Dafür muss jede Frau ihren eigenen Weg gehen. Manchen tut es gut, sich beim Sport auszutoben. Andere schwören auf Entspannungsübungen, wie z. B. Yoga, ihre Lieblingsmusik oder ein gutes Buch. Körperliche Aktivität wirkt sich meist sehr positiv auf das Wohlbefinden aus - insbesondere auch auf das psychische. Bei anhaltenden Stimmungsschwankungen sollten Sie jedoch mit Ihrem Frauenarzt sprechen.

Außerdem sollten Sie eine kritische Bilanz ziehen. Nicht immer sind die Hormone alleine Schuld an psychischer Unausgeglichenheit. Überprüfen Sie ihre private und berufliche Situation, denn die Umbrüche, die häufig in die Zeit der Wechseljahre fallen, können eine große Belastung darstellen. Scheuen Sie sich nicht, die professionelle Hilfe eines Therapeuten anzunehmen oder sich einer Selbsthilfegruppe anzuschließen.

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