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Vulvakrebs

Allgemeines


VulvakarzinomDas Vulvakarzinom oder Carcinoma vulvae ist eine bösartige Erkrankung des äußeren Genitales. In Deutschland erkranken pro Jahr unter 2 von 100 000 Frauen. Betroffen sind besonders ältere Frauen ab 60 Jahren, aber auch bei jüngeren Frauen tritt es gelegentlich auf. Es macht ca. 4 bis 5% aller Genitalkarzinome aus und ist damit relativ selten.

Primär können alle Regionen des Schambereichs der Frau betroffen sein: 80% der Vulvakarzinome sind an den äußeren oder inneren Schamlippen lokalisiert, jeweils 10% an der Klitoris oder an der hinteren Kommissur.

Die Krankheitszeichen bei einem Vulvakarzinom sind sehr unspezifisch - häufig tritt nur starker Juckreiz auf. Daher gehen viele Frauen zu spät zum Arzt. Sehr häufig sind die dem Schambereich benachbarten Lymphknotenareale betroffen, auch die angrenzenden Hohlorgane wie Blase oder Darm oder die Scheide können befallen werden.

Die Prognose bei einem Vulvakarzinom ist eher schlecht, da die Erkrankung oft erst in einem fortgeschrittenen Stadium entdeckt wird. Sie hängt unter anderem von der Größe des Tumors und der Infiltrationstiefe ab, also wie tief er schon in das darunter liegende Gewebe eingedrungen ist. Außerdem spielt der Befall der Lymphknoten eine wichtige Rolle: Sind viele Knoten betroffen, verschlechtert sich die Prognose ebenfalls.

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