Frauenärzte im Netz


Schwangerenvorsorge

Ärztliche Beratung der Schwangeren


Laut Mutterschaftsrichtlinien soll die Schwangere nicht nur in ausreichendem Maße ärztlich untersucht, sondern auch beraten werden. Beim Erstgespräch geht der Arzt auf die körperlichen und psychischen Veränderungen ein, die eine Schwangerschaft bewirkt. Es sollte eine Aufklärung über den Sinn der Schwangerschaftsuntersuchungen und deren zeitlichen Ablauf stattfinden.

Zudem erläutert der Arzt der Frau gesundheitsbewusstes Verhalten in der Schwangerschaft, besonders hinsichtlich der Einnahme von Medikamenten, Drogen oder Alkohol sowie Rauchen, aber auch zum Freizeitverhalten (Reisen, Sport, Sexualverhalten). Bei der ärztlichen Beratung werden auch ernährungsmedizinische Empfehlungen gegeben. Dabei ist insbesondere auf eine ausreichende Jodzufuhr (in der Regel ist eine zusätzliche Zufuhr von 100 bis 200 μg Jodid pro Tag notwendig) und den Zusammenhang zwischen Schwangerschaft, Ernährung und Kariesrisiko hinzuweisen. Weiterhin ist die Zuführung von Folsäure, einem Vitamin der Vitamin-B-Familie sinnvoll. Die Einnahme von Folsäure ist bereits vor Beginn der Schwangerschaft zu empfehlen. Durch eine ausreichende Versorgung mit Folsäure können Fehlbildungen des Nervensystems, wie Spina bifida (offener Rücken), verhindert, bzw. das Risiko deutlich vermindert werden.

Ziel ist es, die Frau in der Zeit der Schwangerschaft auf ein bewusstes Verhalten hin zu orientieren und auf die Veränderungen positiv einzustimmen.

Die Beratung soll sich auch auf die Risiken einer HIV-Infektion bzw. AIDS-Erkrankung erstrecken. Dabei spricht der Arzt über die Infektionsmöglichkeiten und deren Häufung bei bestimmten Verhaltensweisen. Darüber hinaus erfolgt im letzten Drittel der Schwangerschaft eine bedarfsgerechte Aufklärung über die Bedeutung der Mundgesundheit für Mutter und Kind (erhöhtes Kariesrisiko in der Schwangerschaft; Übertragung auf das Kind bei Benutzung eines gemeinsamen Löffels etc.).

Eine schwangere Frau hat einen Rechtsanspruch auf Beratung zu allgemeinen Fragen der Schwangerschaft (nach § 2 des Schwangerschaftskonfliktgesetzes).

Artikel drucken   Artikel empfehlen

Zum Thema