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Ringelröteln

Was sind Ringelröteln?


Ringelröteln gehören zu den klassischen „Kinderkrankheiten" wie Windpocken oder Masern. Zwischen 40 und 60 Prozent der Deutschen haben in ihrem Leben, meist als Kinder und Jugendliche, diese in den meisten Fällen harmlose Krankheit durchgemacht. Harmlos, weil die Symptome oft nur einem grippalen Infekt mit Fieber und Gelenkschmerzen ähneln. Die Krankheit verläuft in vielen Fällen völlig unentdeckt und beschwerdefrei ab. Erst ein markanter fleckiger Hautauschlag am Rumpf, den Gliedmaßen und Wangen lässt die Infektion zusammen mit einer Blutuntersuchung eindeutig identifizieren. Die Krankheit tritt gehäuft im Frühjahr auf.

Ringelröteln stehen in keinem Zusammenhang mit Röteln. Außer einem ähnlichen Namen verbindet die zwei Krankheiten nichts miteinander. Während Röteln durch das Rötelvirus ausgelöst werden, verursacht das Parvovirus B19 die Ringelröteln. Die Erkrankung wird daher auch als Parvovirus B19-Infektion oder, wegen des Ausschlags, als Erythema infectiosum bezeichnet.

Während Kinder und Jugendliche die Ringelröteln meist ohne größere Komplikationen bewältigen, kann eine Infektion mit dem Parvovirus B19 bei Schwangeren zu einer Fehlgeburt oder einer schweren Schädigung des Ungeborenen führen. 

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