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Rauchen

Der Weg zum Nichtraucher


  • Ganz wichtig: Der geeignete Augenblick, um mit dem Rauchen aufzuhören. Der beste Vorsatz für das neue Jahr hat keine Aussicht auf Erfolg, wenn Sie in dieser Zeit viel Stress haben. Deshalb möglichst in der Urlaubszeit oder eben in weniger angespannten Phasen ins rauchfreie Leben starten.
  • In Gruppen fällt es vielen Rauchern leichter, aufzuhören. Wenn Sie niemanden dazu im Bekannten- oder Freundeskreis haben, können Sie sich auch einer Selbsthilfegruppe anschließen.
  • Gerade für Frauen, die um Ihre Figur fürchten, kann Sport eine wertvolle Unterstützung sein. Fangen Sie an zu Joggen. Vor allem zu Beginn der Ex-Raucher-Karriere kann eine kleine tägliche Joggingrunde (nicht übertreiben!) extrem hilfreich sein. Zum einen hilft Ihnen Bewegung, Ihr Gewicht besser zu kontrollieren und zum anderen sind Sie in dieser Zeit gut abgelenkt von dem Verlangen nach einer Zigarette. Zusatzbonus: Mit der Zeit werden Sie feststellen, wie Ihre Fitness zu- und Ihre Kurzatmigkeit abnimmt. Sie machen schon Sport? Umso besser, dann erhöhen Sie einfach das Pensum.
  • Wenn Sie sich bewusst machen, in welchen Situationen Sie zur Zigarette greifen, können Sie leichter Alternativen dazu finden. Also beispielsweise statt Zigarette Rohkost knabbern.
  • Gehen Sie in der schweren Anfangszeit allen Situationen aus dem Weg, die zum Rauchen einladen - beispielsweise Partys oder Kneipenbesuche.
  • So mancher raucht schlicht aus Langeweile. Sorgen Sie daher für ausreichend Ablenkung, damit Sie erst gar nicht in Versuchung geraten. Dabei hilft ein klar strukturiertes Freizeit-Programm, viel Sport und alles, was Ihrer Entspannung dient.
  • Manchen gelingt es mit Ausschleichen: Dabei raucht man jeden Tag etwas weniger, bis man schließlich auf Null angekommen ist. Vorteil: Entzugserscheinungen fallen schwächer aus oder fehlen völlig. Nachteil: Man ist häufig so sehr auf die nächste Zigarette fixiert, dass es schwer fällt, nicht daran zu denken, geschweige denn, darauf zu verzichten. Was wiederum die Rückfallquote erhöht - sprich die Zahl der täglichen Zigaretten wieder steigert.
  • Ersatz für den Qualm: Es fällt erfahrungsgemäß wesentlich leichter, mit dem Rauchen aufzuhören, wenn von außen Nikotin zugeführt wird. Dazu gibt es Nikotinpflaster, -kaugummi, Nikotin-Nasenspray oder -Lutschtabletten, die den Nikotinpegel vorübergehend anheben und so die typischen Entzugserscheinungen lindern. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt sie jedem, der mehr als zehn Zigaretten pro Tag geraucht hatte. Dennoch: die Nikotinersatztherapie ist nicht viel mehr als eine Krücke. Denn die Nikotinpräparate durchbrechen nicht die Sucht, da man statt zur Zigarette eben zu diesen Präparaten greift. Fällt der Nikotinspiegel wieder, ist das Verlangen erneut da.
  • Bessere Aussichten auf ein rauchfreies Leben bieten Nikotinpflaster. Sie geben - einmal auf der Haut - über 24 Stunden hinweg eine bestimmte Nikotinmenge ab und sorgen somit für einen konstanten Nikotingehalt im Blut. Da so der Spiegel nicht schwankt, unterbleibt das zwanghafte Rauchverlangen und führt allmählich zu einer Änderung des Verhaltens. Wichtig: Steigen Sie nach etwa vier Wochen auf die nächstkleinere Pflastergröße um. So lässt sich nach und nach der Nikotinbedarf verringern, bis Sie schließlich gar kein Pflaster mehr brauchen. Erfahrungsgemäß dauert dies etwa 12 Wochen.
  • Ganz ohne Arznei hilft Verhaltenstherapie vom Rauchen loszukommen - besonders jenen, die situationsbezogen qualmen: Bei der Arbeit, um kreativ zu sein oder zur Entspannung.
  • Rein mental funktioniert auch der Bestseller „Endlich Nichtraucher!". Dessen Autor Allen Carr entmystifiziert darin den blauen Dunst und ersetzt alte durch neue Denkmuster - bei so manchem mit dauerhaftem Erfolg.
  • Akupunktur und Hypnose haben sich ebenfalls bewährt - wenngleich bislang der Wirkmechanismus nicht wissenschaftlich nachvollziehbar ist.

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