Frauenärzte im Netz


Rauchen

Frauen sind gefährdeter


Zahlreiche Studien belegen übereinstimmend: Rauchen schadet Frauen weitaus mehr als Männern.

  • Laut einer dänischen Studie verdoppeln bei Frauen bereits drei Zigaretten täglich das Risiko eines Herzinfarktes. Bei Männern sind es sechs.
  • Auch schwaches Rauchen fördert die Entstehung von Brustkrebs und Gebärmutterhalskrebs.
  • Frauen leiden deutlich häufiger an den typischen Rauchersymptomen: Husten, Atemgeräusche, Atemlosigkeit und Asthma.
  • Die Lungen (und damit das Lungenvolumen) sind bei Frauen kleiner als bei Männern. Sie inhalieren tiefer, wodurch Rauch und Schadstoffe viel weiter und intensiver in die Lunge eindringen.
  • Das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken, ist bei Raucherinnen achtmal so hoch wie bei Nichtraucherinnen.
  • Bei gleicher Anzahl an gerauchten Zigaretten haben Frauen ein um 20 bis 70% höheres Lungenkrebs-Risiko als Männer.
  • Bei Frauen tritt Lungenkrebs häufiger in einer aggressiveren Form auf als bei Männern.
  • In den USA und England sterben schon mehr Frauen an Lungenkrebs als an Brustkrebs. Experten prognostizieren, dass dies auch bald in Deutschland der Fall sein könnte.
  • Rauchen beeinträchtigt die Fruchtbarkeit von Frauen negativ.
  • Raucherinnen kommen im Durchschnitt früher in die Wechseljahre.
  • Schon eine einzige Zigarette täglich lässt das Risiko für eine Schädigung der Herzkranzgefäße massiv ansteigen.
  • Es gibt überzeugende Daten darüber, dass Rauchen bei Frauen mehr Schäden an den Herzkranzgefäßen verursacht, als bei Männern.
  • Gerade für heranwachsende Mädchen ist Rauchen fatal. Bei ihnen verlangsamt sich die Entwicklung der Lungen. Jungs haben mit dieser Problematik weniger zu kämpfen.
  • Die Haut von Frauen, die rauchen, altert schneller als die von Nichtraucherinnen.
  • Zuletzt endlich einmal eine gute Nachricht: Bei einem Rauchstopp erholt sich die Lunge von Frauen innerhalb eines Jahres doppelt so schnell, wie diejenige der Männer.

Aufhören - aber wie? 

Fürwahr genug Argumente, endlich aufzuhören. Nur wie? Das hängt von einigen Faktoren ab. Unter anderem, in welchen Situationen und warum Sie rauchen. Und natürlich davon, wie viele Zigaretten Sie täglich rauchen - sprich, wie stark Ihre Sucht ist. Um von ihr loszukommen, braucht man ausreichend Motivation. Und zusätzlich die richtige Methode, da Abhängigkeit verschiedene Ausprägungen hat. Nur Willenskraft allein reicht selten, um dauerhaft rauchfrei zu bleiben. Besonders Willensstarke schaffen es zwar von heute auf morgen - werfen die halbleere Schachtel weg und fangen nie wieder an. Das sind die wenigsten. Den meisten fällt es enorm schwer, sehr viele von ihnen fangen wieder an. Wessen Bemühungen um Abstinenz mehrfach gescheitert sind, kommt - wiederholt frustriert - oftmals zur irrigen Überzeugung, nicht ohne Nikotin existieren zu können.

Deshalb die Empfehlung, bereits nach dem ersten misslungenen Entzug professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen: Durch einen Arzt, Psychotherapeuten oder in speziellen Suchtkliniken. Auch Akupunktur hat sich bei einigen als wirksam erwiesen. Deren Wirkung ist zwar wissenschaftlich nicht belegt, dient aber vor allem in der ersten Zeit als gute Unterstützung, standhaft zu bleiben.

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