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15.06.2007

Spezialisierte Immunzellen in der Vagina wehren HIV ab

Niederländische Forscher haben Hinweise dafür gefunden, dass spezialisierte Abwehrzellen, die sogenannten Langerhans-Zellen, auf der äußersten Haut und Schleimhaut in der Lage sind, das HI-Virus außer Gefecht zu setzen. Auf der Vaginalschleimhaut von Frauen wirken sie somit als natürliche Barriere für den Erreger. Bisher war man davon ausgegangen, dass die Langerhans-Zellen den Erreger an sein eigentliches Ziel, die T-Zellen, weiterleiten.

Nach Ansicht der Amsterdamer Wissenschaftler übernimmt ein Molekül an der Oberfläche der Langerhans-Zellen, das sogenannte Langerin, eine Schlüsselfunktion in der Abwehr des Erregers. Langerin erkennt das HI-Virus anhand bestimmter Zuckermoleküle und bindet den Erreger. Auf diese Weise gelangt er in das Innere der Zelle, wo er unschädlich gemacht und vernichtet wird.

Die Langerhans-Zellen gehören zur Familie der sogenannten dentritischen Zellen, die aufgrund ihrer Oberflächenbeschaffenheit in der Lage sind, bestimmte Keimstrukturen zu erkennen. Nicht alle dentritischen Zellen sind mit dem Molekül Langerin ausgestattet.

Die niederländischen Forscher vermuten daher, dass das HI-Virus dentritische Zellen, die nicht über das Molekül Langerin verfügen, nutzt, um zu den T-Zellen zu gelangen. Denkbar ist es ihrer Ansicht nach auch, dass Entzündungen eine Abnahme des Langerins zur Folge haben könnten. Darüber hinaus schließen die Forscher nicht aus, dass individuelle Unterschiede der Bindungseigenschaften des Langerins eine mögliche Ursache dafür sind, dass manche Frauen für das HI-Virus empfänglicher zu sein scheinen als andere.

Diese neuen Erkenntnisse verdeutlichen einmal mehr die komplexen Vorgänge, die im Rahmen einer HIV-Infektion ablaufen.

Weitere Informationen auch unter http://www.hiv-info.de/index.jsp?nodeid=12&CID=367.



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