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07.12.2010

Inkontinenz auf verschiedene Weise behandelbar

In bis zu 80 Prozent der Fälle lässt sich eine Harninkontinenz heilen oder lindern. Denn sie ist eine körperliche Erkrankung - und nicht wie landläufig oft vermutet eine „Charakterschwäche". Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) in Hamburg hin. Frauen seien etwa doppelt so häufig betroffen wie Männer und könnten oft schon mit einfachem Training, Medikamenten oder Elektrostimulation gut behandelt werden.

Wichtig ist der DGGG zufolge aber zunächst eine genaue Diagnose. Unterschieden werde zwischen Belastungs- und Dranginkontinenz sowie Mischformen. Bei der Belastungsinkontinenz öffnet sich der Verschluss der Harnröhre unkontrolliert, etwa beim Lachen, Niesen oder Tragen einer schweren Tasche. Ursache ist meist eine erschlaffte Beckenboden-Muskulatur, zum Beispiel durch eine schwere Geburt, durch Operationen oder ein zu hohes Körpergewicht.

Vor allem bei jüngeren Frauen hilft oft schon ein gezieltes Beckenbodentraining. Dieses kann mit Elektrostimulationsverfahren kombiniert werden. Älteren Frauen bekommen manchmal Hormone, die die Muskeln rund um die Harnröhre kräftigen sollen. Übergewichtigen nützt es vielfach auch, abzunehmen. Bei einer Dranginkontinenz ist dagegen die Blasenmuskulatur überaktiv. Sie signalisiert fälschlicherweise eine volle Blase, erläutert die DGGG. Ursache können neurologische Erkrankungen sein wie Bandscheibenvorfälle oder ein Schlaganfall, aber auch eine Blasenentzündung. In solchen Fällen trainieren die Patientinnen zunächst ihre Blase. Sie sollen lernen, dem Harndrang zu widerstehen, damit die Blase wieder mehr Urin fasst. Darüber hinaus können Medikamente, Elektrostimulationen sowie Botox-Spritzen die Überaktivität der Blase dämpfen. Helfen alle anderen Methoden nicht, ist eine Operation das letzte Mittel.

 



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