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18.10.2012

Blasenschwäche: Toilettengang möglichst lange herauszögern

Frauen und Mädchen, die eine schwache Blase haben, sollten die Abstände zwischen dem Wasserlassen möglichst lange ausdehnen und vorbeugende Toilettenbesuche vermeiden. „Wird die Blase bei nur geringem Druck entleert, verkleinert sie sich zunehmend und signalisiert bereits bei kleinen Urinmengen einen verstärkten Harndrang. Dieses Verhalten fördert die Entstehung von Inkontinenz", warnt Dr. Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte e. V. (BVF). „Frauen, die zu häufigen Toilettenbesuchen neigen, sollten am besten versuchen, dem ersten Bedürfnis nach Entleerung nicht gleich nachzugeben, sondern das Wasserlassen möglichst lange hinauszuzögern."

Ist eine Inkontinenz bereits vorhanden, sollten Betroffene keinesfalls ihre Flüssigkeitsaufnahme reduzieren, etwa aus der Befürchtung, dass eine Toilette nicht rechtzeitig erreicht wird. „Nicht nur bei Beschwerden ist es für jede Frau wichtig, genügend zu trinken, um die aggressiven Bestandteile des Urins ausreichend zu verdünnen. Durch zu geringe Trinkmengen wird der Urin so konzentriert, dass er die Blasenschleimhaut angreifen kann, wodurch sich eine Problematik noch verstärken kann", rät der Gynäkologe aus Hannover.

Bei der Wahl der Flüssigkeit sollten inkontinente Menschen jedoch nicht zu harntreibenden Getränken greifen. Abzuraten ist grundsätzlich von Schwarz- und Grüntee-Getränken, Nieren- und Blasentees sowie Brennnesseltee. Darüber hinaus gelten auch Kaffee wegen seines Koffeins und alkoholische Getränke wegen des enthaltenen Ethanols als harntreibend.

In Deutschland sind bis zu 25% der Frauen über 60 Jahre von Harninkontinenz betroffen. Oftmals verstärkt sich die Problematik nach den Wechseljahren, aufgrund des örtlichen Hormonmangels. Es nehmen jedoch nur 5% der Betroffenen wegen solcher Beschwerden ärztliche Hilfe in Anspruch. Der Frauenarzt ist der richtige Ansprechpartner. „Zwar kann man die Blasenschwäche nicht immer heilen, sie lässt sich aber zumindest lindern oder hinauszögern", ergänzt der Gynäkologe.



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