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23.02.2017

Dem Kind zuliebe auf Alkohol verzichten

Jeder Schluck Alkohol während der Schwangerschaft kann die Gesundheit eines ungeborenen Kindes stark beeinträchtigen – mit lebenslangen Folgen. Wenn eine Mutter trinkt, dann trinkt ihr Kind immer mit. Obwohl insbesondere Frauenärzte und Hebammen über die Risiken informieren, zeigen Studien, dass noch immer viele Frauen während Schwangerschaft und Stillzeit zumindest gelegentlich Alkohol trinken – und offenbar unterschätzen, wie stark Alkohol selbst in kleinen Mengen das gesunde Wachstum des Ungeborenen beeinträchtigen kann.

Der Deutsche Brauer-Bund e.V. (DBB) als Dachverband der Brauereien in Deutschland hat die Präventionskampagne „Schwanger. Natürlich ohne Alkohol!“ ins Leben gerufen. Kein Alkohol in der Schwangerschaft und der Stillzeit – mit dieser Botschaft konnten 2016 im Rahmen dieser Präventionskampagne über die Sozialen Medien und das Internet bereits eine halbe Million Menschen erreicht werden. Von Februar bis März 2017 wird die Kampagne nun auf City-Light-Säulen und Plakat-Großflächen im Großraum Berlin zu sehen sein. Ein weiterer Teil der Kampagne ist das Portal www.schwanger-ohne-alkohol.de. Dort erhalten Schwangere und ihr soziales Umfeld wichtige Informationen über die Folgen von Alkoholkonsum in der Schwangerschaft.

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, betonte zum Start der Plakatkampagne: „Es gibt Lebenssituationen, die mit dem Konsum von Alkohol nicht vereinbar sind. Dazu zählt eindeutig die Zeit der Schwangerschaft und der Stillzeit. Denn Alkoholkonsum in der Schwangerschaft kann schwerwiegende Folgen für das ungeborene Kind haben. Es kann zu geistigen und sozialen Entwicklungsstörungen sowie Wachstumsstörungen kommen. Und dies selbst beim Konsum von geringen Alkoholmengen. Dabei ist die Prävention so einfach! Werdende Mütter sollten über die Risiken aufgeklärt und dabei unterstützt werden, keinen Alkohol in der Schwangerschaft zu trinken. Dabei hilft eine umfassende und zielgerechte Präventionsarbeit.“

Dass verstärkte Aufklärung über die Risiken von Alkohol in der Schwangerschaft ein wichtiges gesellschaftliches und politisches Anliegen ist, zeigte der offizielle Start der Plakatkampagne in Berlin: Zur Enthüllung eines Großflächenplakats vor dem Brandenburger Tor begrüßten DBB-Präsident Dr. Hans-Georg Eils und Hauptgeschäftsführer Holger Eichele neben der Drogenbeauftragten der Bundesregierung auch die Parlamentarischen Staatssekretärinnen Dr. Maria Flachsbarth und Dorothee Bär sowie den Vorsitzenden des Ausschusses für Ernährung im Deutschen Bundestag, Alois Gerig, und die gesundheitspolitische Sprecherin der Union, Maria Michalk. Unter den Gästen waren auch Prof. Joachim Dudenhausen, Vorsitzender der „Stiftung für das behinderte Kind“, Dr. Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte, und Vivantes-Chefärztin Prof. Stephanie Krüger. Unterstützt wird die Kampagne von der WALL GmbH.

Der Präsident des DBB, Dr. Hans-Georg Eils, dankte den Vertretern von Politik und Verbänden, Wissenschaft und Medizin für die Begleitung und Unterstützung der Präventionskampagne: „Als Brauer stehen wir für bewussten Genuss und einen verantwortungsvollen Umgang mit Bier. Bewusster Genuss und Eigenverantwortung setzen Wissen voraus – über die richtigen Lebensphasen und über mögliche Risiken. Mit Präventionskampagnen wie „Schwanger. Natürlich ohne Alkohol!“ oder „Don’t drink and drive“ beteiligen wir uns aktiv an der Information der Verbraucherinnen und Verbraucher.“

Weitere Informationen im Internet unter www.schwanger-ohne-alkohol.de

Pressemitteilung: Deutscher Brauer-Bund e.V. (Berlin, 16. Februar 2017)



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