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16.12.2016

Ballaststoffreiche Ernährung verringert Brustkrebs-Risiko

Frauen sollten sich bereits in jungen Jahren mit einem hohen Anteil an Ballaststoffen ernähren, um ihr Risiko für eine spätere Brustkrebserkrankung zu senken.

US-amerikanische Forscher haben Daten einer Langzeitstudie, der Nurses‘ Health Study II (NHS II), ausgewertet und dabei den Zusammenhang zwischen der Aufnahme von Ballaststoffen und dem Brustkrebsrisiko betrachtet. Während frühere Untersuchungen hierbei keinen eindeutigen Aussagen liefern konnten, lässt die aktuelle Untersuchung eine Assoziation erkennen.

In der Studie wurde von fast 44.300 Teilnehmerinnen das Ernährungsverhalten als Heranwachsende und als junge Erwachsene betrachtet. Die Informationen wurden mit Hilfe eines Fragebogens gesammelt, der alle vier Jahre ab dem High-School-Alter aktualisiert wurde. Im zweijährigen Rhythmus wurden die Studienteilnehmerinnen nach einer Brustkrebs-Diagnose befragt.

Die Gruppe um die Ernährungswissenschaftlerin Dr. Maryam S. Farvid von der Harvard Medical School in Boston kam zu dem Ergebnis, dass für Frauen, die als junge Erwachsene viel faserstoffhaltige Nahrungsmittel (im Median 24,9 g) zu sich nahmen, im Vergleich zur Gruppe der Frauen mit der geringsten Ballaststoffaufnahme (im Median 12,4 g) eine Reduktion des Brustkrebsrisikos um 19 Prozent aufwiesen.

Verschiedene Mechanismen für Schutzeffekt der Faserstoffe denkbar

Als mögliche Erklärung, warum Ballaststoffe das Krebsrisiko senken könnten, beschreiben die Studienautoren mehrere Ansätze: Hohe Konzentrationen von Insulin oder insulin-ähnlichen Molekülen im Blut werden allgemein als Faktoren angenommen, die die Krebsentstehung fördern könnten. Die Faserstoffe verbessern wiederum die Insulinempfindlichkeit von Zellen und verringern gleichzeitig die Anzahl der insulin-ähnlichen Wachstumsfaktoren im Blut.
Außerdem könnten Ballaststoffe dazu beitragen, die Plasmaspiegel an Östrogen zu senken. Dies ist vor dem Hintergrund, dass Östrogene unter bestimmten Bedingungen an der Entstehung und Vermehrung von Krebszellen beteiligt sind, ebenfalls ein Grund, warum der Verzehr von Ballaststoffen das Krebsrisiko senken könnte.

Studie: Dietary Fiber Intake in Young Adults and Breast Cancer Risk (Pediatrics 2016; 137(3): e20151226) 

Quelle: Ärzte Zeitung  



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