Frauenärzte im Netz


Aktuelle Meldungen


02.09.2015

Hautkontakt hilft - So gelingt das Stillen

Für eine optimale Entwicklung von Neugeborenen empfehlen Mediziner Muttermilch. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rät, Kinder bis zum Alter von sechs Monaten ausschließlich zu stillen. In Muttermilch seien alle Nährstoffe enthalten, die ein Säugling brauche, wirbt die Nationale Stillkommission am Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Zudem ist Muttermilch gut verdaulich und überträgt Abwehrstoffe von der Mutter auf das Kind. Studien hätten gezeigt, dass Kinder, die nach der Geburt vier bis sechs Monate gestillt werden, seltener im Krankenhaus sind, seltener Atemwegserkrankungen entwickeln oder als Erwachsene weniger zu Übergewicht neigen. Für Mütter senkt Stillen das Brustkrebsrisiko.

Das Stillen klappt bei jungen Müttern jedoch längst nicht immer auf Anhieb. Eine Vorbereitung der Brust - wie spezielle Cremes oder an den Brustwarzen zu rubbeln - sei aber unnötig, sagt Prof. Michael Abou-Dakn, Chefarzt der Klinik für Geburtshilfe des St. Joseph Krankenhauses Berlin-Tempelhof. Wichtig ist ein intensiver Hautkontakt von Mutter und Kind. Schon direkt nach der Geburt sollte die Mutter das Baby auf den Bauch gelegt bekommen. «Die Babys müssen aber nicht an die Brust gepresst werden, nach einer Zeit legen sie sich oft von allein an die richtige Stelle», erklärt der Professor für Geburtsmedizin an der Evangelischen Hochschule Berlin, der Mitglied im Netzwerk Gesund ins Leben ist.

Auch die richtige Position ist wichtig fürs Stillen - Mütter bekommen sie nach der Geburt vom Personal der Klinik gezeigt. Hat eine stillende Frau Druckschmerzen in der Brust, empfiehlt der Experte, sie ruhig mit der Hand etwas zu entleeren. Das sei oft besser als die Milchpumpe. «Die Brustspannung lässt dann nach.» Und: Babys bekommen in den ersten Tagen am besten keinen Schnuller - ansonsten kann es zu Problemen beim Saugen an der Brust kommen.

Mehr Informationen und Tipps zum Stillen unter: http://www.frauenaerzte-im-netz.de/de_stillen_1137.html

Quelle: dpa



Artikel drucken   Artikel empfehlen

Im Fokus

Schwangerschafts- beratungsstellen

Hier können sich Frauen und Männer zu allen Fragen rund um Schwangerschaft und Familienplanung kostenfrei und auf Wunsch anonym beraten lassen. Infos und Beratungsstelle in Ihrer Nähe finden (BZgA)...

zum Artikel...

Krebsfrüherkennung – so geht es weiter

Die Krebsfrüh- erkennung beim Frauenarzt wird umgestaltet. Sie hat große Erfolge erzielt und bleibt eine ganz wichtige Maßnahme zur Früherkennung von Krebs.

zum Artikel...

Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen

Das Hilfetelefon berät deutschlandweit betroffene Frauen. Es informiert und vermittelt bei Bedarf an geeignete Unterstützungseinrichtungen vor Ort - an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr.

zum Artikel...

Folsäure-Ergänzung vor Schwangerschaft notwendig

Gerade zu Beginn einer Schwanger- schaft ist der Bedarf an Folsäure besonders hoch. Ein Mangel ist in vielen Fällen die Ursache für Fehlbildungen bei Babys.

zum Artikel...

Infos zum Stillen

Obwohl die Natur das Stillen vorgesehen hat, ist das Gelingen keineswegs selbstverständlich. Hier finden Mütter zahlreiche Tipps und Ratgschläge rund um das Thema.

zum Artikel...

HPV-Impfung nach Konisation reduziert Risiko einer Zweiterkrankung

Die Immuni- sierung nach einer OP trägt dazu bei, das Wiedererkrankungsrisiko deutlich zu senken.

zum Artikel...

Zellauffälligkeiten am Gebärmutterhals

Was bedeutet der Pap-Befund und wie geht es bei Auffälligkeiten beim Abstrich weiter?

zum Artikel...

HPV-Impfung - Schutz gegen Humane Papillomviren

Mit der HPV-Impfung existiert die Möglichkeit, das Risiko für eine Gebärmutterhalskrebs-Erkrankung zu verringern.

zum Artikel...

Safer Sex

Sexuell- übertrag- bare  Krankheiten sind wieder auf dem Vormarsch. In den allermeisten Fällen kann man sich gut davor schützen.

zum Artikel...

"Frauenkrankheiten" von A bis Z

Infos zu den Symptomen und Be- schwerden, der Diagnostik und der Behandlung von gynäkologischen Erkrankungen...

zum Artikel...

Pille vergessen - und jetzt?

Wurde die planmäßige Einnahme der Pille versäumt, sollte die fehlende Tablette am besten sofort nachgenommen werden. Ob zusätzlich verhütet werden muss erfahren Sie hier.

zum Artikel...