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12.06.2015

Krankenkasse: Nur jedes zweite Mädchen gegen Krebs-Viren geimpft

In Thüringen ist nur jedes zweite Mädchen gegen Gebärmutterhalskrebs geimpft. Das geht aus einer repräsentativen Untersuchung der Barmer GEK hervor. Die Impfung gegen eine Infektion mit humanen Papillom-Viren (HPV) könnte eine echte Erfolgsgeschichte werden, wenn sie noch stärker angenommen werden würde als bisher, erklärte Barmer-Landesgeschäftsführer Hermann Schmitt am Montag. Seit 2006 steht ein Impfstoff gegen die gefährlichsten HPV-Varianten zur Verfügung, mit dem sich das Risiko für Gebärmutterhalskrebs deutlich reduzieren lässt.

Dennoch verfügten in Thüringen erst 67 Prozent aller Frauen im Alter von 18 Jahren über die erste Impfdosis. Die für einen umfassenden Schutz empfohlene dritte Spritze könnten dann nur noch 51,4 Prozent vorweisen. Damit liege die Akzeptanz für diese Impfung in Thüringen aber noch immer über den Bundesdurchschnitt. Im Ländervergleich ist nur jedes dritte Mädchen dieses Jahrgangs dreifach immunisiert.

Der Berufsverband der Frauenärzte (BVF) macht darauf aufmerksam, dass in Deutschland die HPV-Impfung für Mädchen bis zum Ende des 17. Lebensjahres von den Krankenkassen bezahlt wird. Die Impfung - notwendig sind drei Impftermine im Abstand von sechs bis acht Wochen und 6 Monaten - sollte möglichst vor dem ersten Geschlechtsverkehr abgeschlossen sein, damit von Anfang an eine Infektion verhindert werden kann. Bei Impfungen vor dem 13. (Gardasil) bzw. 14. Lebensjahr (Cervarix) sind nur 2 Dosen wegen der besseren Immunantwort bei jüngeren Mädchen nötig.

Mehr Informationen finden Sie im Artikel zur HPV-Impfung.

Quelle: dpa



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