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11.06.2014

Zahl der Schwangerschaftsabbrüche weiter senken – mit kostenloser Verhütung bis 25

Seit vielen Jahren geht die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche kontinuierlich zurück. Auch im 1. Quartal 2014 meldet das Statistische Bundesamt erneut 0,6% weniger Schwangerschaftsabbrüche als im 1. Quartal 2013. „Der seit Jahren anhaltende Trend zu immer weniger Schwangerschaftsabbrüchen zeigt, dass eine exzellente Verhütung und auch eine kompetente Betreuung bei der Notfallverhütung heute in Deutschland eine Selbstverständlichkeit sind", stellt der Frauenarzt Dr. med. Christian Albring fest, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte. „Während Länder wie die USA, Schweden, Frankreich und Großbritannien weiterhin mit einer hohen Rate an Schwangerschaften und Abbrüchen bei Mädchen und Frauen unter 18 Jahren zu kämpfen haben, ist Deutschland hier sehr gut aufgestellt. Das liegt sicherlich - neben anderen Faktoren - an dem niederschwelligen Beratungsangebot in den über 10.000 Frauenarzt-Praxen. In den genannten Länder mit hohen Raten an Teenagerschwangerschaften gibt es praktisch keine niedergelassenen Frauenärztinnen und -ärzte. Die Beratung und Betreuung rund um die Verhütung wird dort auch von Hebammen und Gemeindeschwestern durchgeführt, und das reicht ganz offensichtlich für eine flächendeckende und sichere Betreuung der jungen Mädchen nicht aus."

Der Frauenarzt macht eine wichtige Einschränkung: Die Altersgruppe mit dem höchsten Anteil an Schwangerschaftsabbrüchen in Deutschland sind nach wie vor die 18- bis 25-Jährigen. „Nach dem 20. Lebensjahr übernehmen die Krankenkassen die Kosten für die Verhütung nicht mehr. Das könnte dazu führen, dass viele junge Frauen, die noch keine eigenen Einkünfte haben, in diesem Alter von der Pille auf Zykluskontrolle und Verwendung von Barrieremethoden umsteigen. Diese Methoden sind aber wesentlich unsicherer und führen in 10% oder noch mehr innerhalb eines Jahres zu einer Schwangerschaft. Es wäre deshalb wünschenswert, wenn hormonelle Verhütungsmittel nicht nur bis zum 20., sondern bis zum 25. Lebensjahr kostenfrei wären. In unserem Nachbarland Frankreich müssen Frauen in keinem Alter mehr etwas für die Pille bezahlen."

Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamts vom 11.06.2014

© BVF 2014


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